23.11.2017

Goldpreisprognose 2018 - Ausblick bedingt Rückblick

Goldpreisprognose 2018 - Ausblick bedingt Rückblick

Im privaten Bereich fallen Jahresrückblick und -ausblick nicht selten in die Tage zwischen Weihnachten und Silvester. Also zum Ende des Jahres hin. Meistens sind es die besinnlichen und etwas ruhigeren Tage, an denen wir von unserem Trott abschalten und vielleicht auch ein bisschen wehmütig den Blick auf das Vergangene, aber auch auf das Neue und Unbekannte richten. Der Blick zurück endet im Resümee. Der Blick nach vorn bedarf einer Prognose.

Das gleiche Procedere passiert in der Politik respektive in der Wirtschaft. Vergangenes wird beleuchtet und eine bedingte Vorhersage in der künftigen politischen und konjunkturellen Entwicklung gewagt. In diesen Bereichen des Lebens passiert das schon früher im Jahr als der Redewendung nach „Zwischen den Jahren“.

Was in der Politik und in der Wirtschaft Standard ist, trifft auch auf den Edelmetallmarkt zu. Marktbeobachter und Analysten registrieren Preise und Stimmungen rund ums Edelmetall. Denn die Entwicklung an den Edelmetallmärkten unterliegt vielfältigen Einflussfaktoren. Darunter zählen auch Angebot und Nachfrage.

Rückblick

Nachdem der Goldpreis 2016 den leichten Abwärtstrend von 2011 nachhaltig gestoppt hat, lag er zum Jahresende bei 1.150,- US$. Ein Plus von 8%, gemessen in US-Dollar, und fast 13%, gemessen in Euro.

Die Gesamtnachfrage nach Gold - Schmuckindustrie 47,7%, Geldanlage 36,2%, Zentralbanken 9% und Technologie 7,5% - hat sich Im Jahr 2016 gegenüber 2015 um 2% erhöht. Während die Nachfrage in den Bereichen Schmuckindustrie, Zentralbanken und Technologie zurückging, verzeichnete der Geldanlagenbereich eine starke Zunahme. Bedingt durch eine hohe Nachfrage nach Goldbarren und -münzen, aber auch durch hohe Zuflüsse in börsengehandelten Goldfonds. Zeitgleich stieg das Angebot von Gold gegenüber dem Vorjahr um 5%.

Ausblick

Auch beim Ausblick respektive der Prognose und der Abschätzung von Einflussfaktoren des Goldpreises für das Jahr 2018 spielen die Nachfrage- und Angebotsfaktoren eine maßgebliche Rolle. Auf kurze Sicht bleibt der Goldpreis aber recht stabil. Diese Prognose dürfte auch dann Bestand haben, wenn sich die Edelmetallproduzenten per Hedging gegen etwaigen Kursverfall bei Gold und Silber absichern. Mögliche Goldpreissteigerungen können sich zwar positiv auf das Goldangebot auswirken, von Angebotsseite her werden aber keine starken Impulse erwartet, die für die Entwicklung des Goldpreises relevant wären.

Das Augenmerk liegt also auf der Nachfrageseite, die aber aus Gründen der unterschiedlichen Bereiche schwer zu prognostizieren ist. Gerade im Anlagebereich tun sich die Analysten schwer. Die Risiken „Brexit“ (der Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union, EU) das Schreckgespenst „Bankenpleite in Italien, und „Trump“ (der unberechenbare Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, USA) sind allgegenwärtig. Hier liegen die größten Unbekannten im Hinblick auf den Goldpreis 2018. Einen klaren Konsens gibt es leider nicht. Rohstoffexperten und Analysten variieren zwischen 1.206 US$ und 1.400 US$ je Feinunze. Für Anleger allemal ein Grund, auch im kommenden Jahr die richtige Vorsorge anzugehen. Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin

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