03.12.2017

Bitcoin und Co. - Müssen Edelmetalle um ihre Vormachstellung bei Geldanlagen bangen?

Bitcoin und Co. - Müssen Edelmetalle um ihre Vormachstellung bei Geldanlagen bangen?

Ja, ja, das liebe Geld! Da glaubte die Menschheit alles zu kennen, was irgendwie mit Geld, Währung und Finanztransaktionen zu tun hat, und dann passiert das. Wie aus dem Nichts kommt plötzlich ein asiatisches Phantom auf die obstruse Idee und erfindet eine digitale Währung und nennt das neukreierte Geld einfach mal Bitcoin. Im Gegensatz zu unserem herkömmlichen sogenannten "Fiatgeld" (Geld ohne inneren Wert), das der zentralen Kontrolle des internationalen Bankensystems unterliegt, können Bitcoin-Nutzer ihr Geld ohne Bankenkontrolle und -regulierung frei nach dem Motto "be your own bank" bewegen. Die Einheiten (Bitcoins) dieser sogenannten "Kryptowährung" bestehen aus verschlüsselten Datenblöcken. Sie werden von Computern berechnet. Dieser Prozess, auch Bitcoin-Mining genannt, generiert die digitale Währung, die dann über einen Online-Account - per Handy oder Mausklick - geordert werden kann. Mittlerweile gibt es über 3.000 weitere "Kryptowährungen". Tendenz steigend!

Ganz Mutige - oder soll man sagen, vom Neuen Geblendete - lehnen sich in diesen Tagen weit aus dem Fenster und behaupten glatt, dass Bitcoins das vertrauensvolle Gold als Kapitalanlage einmal ablösen werden. Und dabei bleiben sie sogar ernst. Meinen die super modernen Innovationskünstler tatsächlich DAS Edelmetall Gold, in das viele Menschen einen Teil ihres gesparten Vermögens investieren, und das über Jahrhunderte hinweg für einen stabilen Vermögensaufbau steht? Wenn dem so ist - und das meine ich auch ganz ernst - dann können sich Kapitalanleger in Gold total entspannt zurücklehnen. Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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