18.12.2017

Türkei und Russland - Weniger Abhängigkeit durch mehr Gold

Türkei und Russland - Weniger Abhängigkeit durch mehr Gold 

Die Weltlage wird von Tag zu Tag brenzliger. Wirtschafts- und Finanzkrisen, Staatsüberschuldungen und kriegerische Auseinandersetzungen so weit das Auge reicht, lassen für die Zukunft nichts Gutes erahnen. Viele Staaten nehmen diese stetig wachsenden Unberechenbarkeiten zum Anlass ihre Goldreserven aufzustocken. Weltweit führend dabei sind zurzeit die Türkei und Russland. Die Notenbanken beider Länder haben in den vergangenen drei Monaten fast 100 Millionen Tonnen Gold gekauft und kommentieren ihre Goldankäufe mit der Ausweitung ihrer Wahlmöglichkeiten, auf Chancen und Risiken besser reagieren zu können. In der Wirtschaftswissenschaft bezeichnet man diese gegenteilige Strategie zur Monostruktur "Diversifizierung". Beide Präsidenten, so vermuten Beobachter, wollen ihre Währungsreserven unabhängiger machen von den Staaten der Eurozone respektive den Vereinigten Staaten von Amerika. Russland verfolgt schon seit geraumer Zeit eine Loslösung vom Dollar. An den Finanzmärkten macht das Wort "De-Dollarisierung" die Runde. Bedingt durch die Tatsache, dass Russland selbst ein wichtiger Gold-Förderer ist, muss das Land nicht am Weltmarkt agieren und kann seine Reserven unter Weltmarktpreisen aufstocken. Der Gesamtwert russischer Goldvorräte beträgt mittlerweile 73,7 Milliarden Doller. Parallel wurden die Fremdwährungsreserven von 436 auf 341 Milliarden Dollar gesenkt. Die Türkei besitzt Gold im Wert von 20,4 Milliarden Dollar. Ihre Reserven in Fremdwährungen sanken um 0,7 auf 89,9 Milliarden Dollar. Die Strategie einer "Diversifizierung" ist unverkennbar. - Für den Kapitalanleger in Gold ein weiteres Indiz dafür, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin


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