20.12.2017

Wichtig ist das, was man viel zu selten benennt!

Wichtig ist das, was man viel zu selten benennt!

Nimmt man neben den vielen anderen Baustellen dieser Welt nur einmal die unsägliche Finanzkrise jüngster Tage, die unbestritten eine Überschuldungskrise ist - was auch sonst -, dann deutet alles darauf hin, dass wir weit entfernt von einer Auflösung der Problematik sind und eine neue Krise längst in der Mache ist. -

Sollte jetzt, gerade jetzt nicht alles besser werden? Mit wie viel Hoffnung darauf wird dieser Wunsch immer wieder neu kreiert!? Mit der Leichtigkeit der Schwere unserer „Sonnenscheinpolitik“? Einer Politik des subtilen Handelns, die vordergründig eine ganz andere Zündungsstufe aufweist als die der publikumswirksamen Luntenleger links, rechts und oben und unten von uns? –

Aber schauen wir uns die täglichen Nachrichten an, dann geben sie uns ungeschminkt die Antwort auf diese Frage, die da ganz cool heißt: NEIN! Und endlich haben die in den Verruf einer Lügenpresse gekommenen Medien doch Recht. Wir wollen gar nicht, dass alles besser wird. Vielleicht ein bisschen anders, ja, aber dann war es das auch schon. Aber bitte, bitte keine Abstriche im Sinne von „besser verteilen“ und Bloß-keine-Experimente.

DER Ansatz hat mit Alles-soll-besser-werden nun wirklich nichts zu tun. Denn das hieße ja, wir müssten etwas verändern? Unseren teuren Lebensstil, unsere hohen Ansprüche, unsere Arroganz, unsere Ignoranz. Führe man die Liste weiter fort, stünde man schnell vor der bitteren Erkenntnis: eigentlich müssten wir unser ganzes Leben ändern, und schlussendlich zu allererst uns selbst!

Wollen wir das? Vor allem, für wen? -

„Für die Banken, die es mit horrenden Kontogebühren und Co. schon wieder so richtig krachen lassen auf Kosten aller und meistens noch derer, die am wenigsten haben?“ hört man skeptische Stimmen stöhnen. „Oder für die sogenannte „Schwarze Null“ zur Finanzierung der Außendarstellung einer Regierung? Ohne ausgewogenen Geldrückfluss für die Abgehängten, die es am Nötigsten haben.“ -

Wir kennen uns aus. Wir kennen die Regeln, wir  beherrschen das Spiel.  - Vordergründig! -

Was wirklich wichtig ist, das bisschen, was den Ausschlag einer Veränderung gäbe, ist klein und unscheinbar, und doch so groß. Orientierte sich jeder daran, wie wenig ihm schon genüge in ähnlich misslicher Lage wie die der Menschen im Jemen, in Myanmar oder auch der Waldbrandopfer in Kalifornien, der Hartz IV-Frauen von Köln und anderswo, machten wir alle einen riesigen Schritt hin zu einer besseren Welt. Mit wenig Aufwand für den Einzelnen, aber mit großen Gewinn für die Gesamtheit. Ähnlich einem fürsorglichen Goldanleger, der seinen Enkelkindern schon mit kleinen Goldmünzen oder einem Goldbarren ein großes Stück Sicherheit vertrauensvoll in die Hände gibt. Gäbe es von ihnen auch mehr, wäre das Licht am Ende des Tunnels keine diffuse Erscheinung. Keine Fata Morgana. Sondern reale Hoffnung! Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



© 2018 valvero Sachwerte GmbH