28.12.2017

Inflation - Kehrt die Inflation zurück? Nein, sie ist schon da!

Inflation - Kehrt die Inflation zurück? Nein, sie ist schon da!

Steigende Lebensmittel- und Energiepreise haben das Thema Inflation wieder in die Schlagzeilen gebracht und dem Verbraucher die Freude am Ersparten genommen. Wer in den letzten 3 Monaten des ausklingenden Jahres 2017 getankt hat, dem dürften die hohen Benzin, -Öl- und Gaspreise aus dem Sommer 2008 vielleicht noch in Erinnerung sein. Ähnlich sieht es bei Einkäufen in Supermärkten oder Bäckereien aus, wo der Verbraucher für Milch, Eier, Kaffee, Brot oder Brötchen höhere Preise als noch vor einem Halbjahr bezahlen muss. Hinzu kommen erhöhte Ausgaben für Steuern, Erziehungs-und Gesundheitswesen, Versicherungsprämien und vor allem Energiekosten. Die Lebenshaltungskosten sind also wesentlich mehr gestiegen als die offizielle Statistik zugibt.

Es bedarf schon einer Meisterleistung der Politiker und Notenbankchefs und der EZB, den Bürger vor den Folgen einer Geldschwemme zu schützen. Denn eine Geldentwertung und Inflationsraten von drei und mehr Prozent drohen uns in naher Zukunft. Bezogen auf die Menge der Güter, die man in Euro bekommt, war die Kaufkraft dank der geringen Inflation in den vergangenen Jahren stabil. Tritt aber die befürchtete Inflation von mehr als drei Prozent ein, wird der Euro an Kaufkraft verlieren. Gegen einen solchen Kaufkraftverlust bietet sich die Umschichtung von Erspartem in Sachwerte und Rohstoffe an. Das heißt: Investieren in Immobilien, Edelmetalle und in Unternehmen mit Produkten, die auch in schlechten Zeiten gebraucht werden. Damit hat jeder Investor gute Aussichten, Vermögensverluste zu begrenzen. Denn Immobilien, Edelmetalle und auch Aktien sind eine Art „Wertspeicher“, die sie krisensicher durch unruhige Zeiten lenken. Nur eines dürfen wir dabei nicht vergessen, dass etwas mit der Wirtschaftsordnung nicht in Ordnung ist. Stabil können Preis-erhöhungen im Immobilien-und Grundstückssektor nur sein, wenn diese im Gleichgewicht mit den Einkommen steigen. Wenn Häuser viel schneller im Preis zunehmen als die Arbeitseinkommen der Bevölkerung, dann bedeutet dies, dass sich die Möglichkeit, ein Haus zu erwerben, für den Durchschnittshaushalt immer weiter verringert.

In der deutschen Geschichte gab es zwei Währungsreformen: eine im Jahre 1923 und die zweite 1948. Sparer verloren in diesen Zeiten fast alle ihre Ersparnisse. Diese Zerrüttung der Staatsfinanzen hat sich erheblich in das Gedächtnis der Bürger eingeprägt, dass auch 70 Jahre nach dem letzten Währungsschnitt noch immer ein großer Teil der Bevölkerung Angst vor einer Wiederholung  hat. Diese Ängste sind nicht ganz unbegründet. Schon die Einführung des Euros wurde von der breiten Masse der Bevölkerung eher mit negativen Befürchtungen als mit Freude angenommen. Der Euro ist eine instabile Währung, die zwangsläufig an den entstehenden Spannungen zerbrechen wird. Doch dies ist nur ein Aspekt, der unsere Währung in einem immer unsichereren Glanz zeigt. Auch die Staatsverschuldung in Griechenland, Italien, Frankreich, Portugal und auch bei uns steigt zunehmend. Schon längst sind uns die Schulden über den Kopf gewachsen. Sieht man sich dann noch an, dass auch Unternehmen und Privathaushalte in der Schuldenfalle stecken, wird jedem logisch denkenden Menschen klar, dass es in absehbarer Zeit zu einer Währungskatastrophe kommen kann. Demgegenüber stecken einige unserer  Politiker anscheinend den Kopf in den Sand und behaupten in Reden immer wieder wie gut es uns doch gehe. Betrachten wir aber die Kinderarmut und die in Armut lebenden älteren Menschen näher,  dann  stimmt diese Aussage keinesfalls.  Nach Angaben des Bundesverbandes der Tafeln hat sich die Zahl der Rentner, die kostenlose Mahlzeiten der Tafeln in Anspruch nehmen, binnen zehn Jahren verdoppelt. „Fast jeder vierte Tafelkunde ist mittlerweile Rentner. Das sind etwa 350 000 Menschen“, sagt der Verbandsvorsitzende Jochen Brühl der „Neuen Osnabrücker Zeitung.“ Die Kluft zwischen arm und reich nimmt  ständig zu. Ein Leben lang arbeiten, damit es am Ende doch nicht reicht – der Alptraum jedes Rentners und für viele Realität. Traurig aber wahr, die Altersarmut ist auf dem Vormarsch.

Milliarden werden für Flüchtlinge, Bundeswehreinsätze im Ausland, Fehlinvestitionen, Steuergeldverschwendungen usw. ausgegeben. Es ist zu befürchten, dass die Bürger durch Desinformation der Politik und teilweise der Medien weiterhin daran Glauben sollen, wie gut es uns doch geht. Bei den Abgeordneten des Bundestages, die sich vor Weihnachten noch schnell die Diäten erhöht haben stimmt diese Aussage.  Wünschen wir uns von den Politikern für das Jahr 2018: „Einfach mal weniger reden, aber dafür mehr tun.“ Hans-Joachim Weber / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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