10.01.2018

Zum US-Präsidenten gewählt. Zur Person des Jahres gekürt - Der geistige Abwärtstrend macht Furore

Zum US-Präsidenten gewählt.
Zur Person des Jahres gekürt - Der geistige Abwärtstrend macht Furore

Dass die Welt sich an allen Ecken und Enden verändert, überrascht nicht wirklich. Tatsache ist: Nichts ist mehr so, wie es einmal war. Diese spannende Erkenntnis können wir fast jeden Tag neu verinnerlichen. Egal, wo wir sind. Vielleicht ist es aber auch nur die irre Geschwindigkeit der Veränderungen die uns aufhorchen lässt, wenn wir wieder einmal mit einer unglaublichen Tatsache konfrontiert werden. Einer Begebenheit, an die wir gestern nicht einmal im Traum dachten. Wie zum Beispiel die Ernennung Donald Trump zur Person des Jahres 2017.

Würden uns die Medien nicht täglich ähnlich irrwitzige News als völlig normal verkaufen, und hätten wir uns nicht irgendwie schon an gewisse geistige Ausuferungen gewöhnt, wir würden es nicht für möglich halten, dass Dämlichkeit sich tatsächlich über die Jahre so emanzipiert hat. Brauchte es bisher für eine Würdigung außergewöhnliche Erfolge oder herausragende soziale Kompetenzen, so führt der amtierende US-Präsident Donald Trump mit seinem gefährlichen Tun respektive arroganten Nichtstun alles vor ihm wertvoll Erdachte ad absurdum.

Seine Beliebtheitswerte haben einen nie gekannten Abwärtstrend hinter sich. Man könnte glauben, das war es dann wohl, Mr. President. Aber wie bereits erwähnt, ist das, was gestern noch galt, heute nicht mehr aktuell, und manchmal sogar fast ins Gegenteil verkehrt. So auch bei diesem schlüpfrigen Herrn. Denn plötzlich täuscht seine große Steuerreform über vergangene Dekrete und menschenverachtende Absichten hinweg. Zu viele Branchen und schwer arbeitende Reiche profitieren von den Vorteilen, die im Wahlkampf noch für die sozial Abgehängten gedacht waren. Und plötzlich brummt auch wieder die Konjunktur und die Arbeitslosigkeit sinkt auf den niedrigsten Stand seit 2000. Na, bitte, der Mann weiß, wie es geht.

„Obama, wer ist eigentlich Obama“, hallt es „trumpbeseelt“ durch die Wall Street. Die Aktienkurse steigen, die Notierungen erreichen einen Höchststand. Die Börse boomt. Das am häufigsten gebrauchte Wort heißt „beflügeln“. Alles wird beflügelt. Die Konjunktur, die Börse, alles. Und alles Dank Trump, der mit seiner galaktischen fiskalischen Neuordnung im Dezember 2017 Geschichte schreibt.

Und was kaum einer für möglich gehalten hat, wird über Nacht im Fahrwasser der Steuerreform von jetzt auf gleich zu einer außenpolitischen Erfolgsgeschichte. „Der militärische Sieg über die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) entspringt ebenso der diplomatischen Regierungskunst, wie das Einreiseverbot von Menschen aus muslimischen Ländern“, posaunte es Trumps Ex-Berater, „Rechts-Spezi“ Jeff Sessions, voller Stolz in die Welt hinaus. Und mit der Entscheidung, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, lobte höchstpersönlich die „Person des Jahres 2017“ sich selbst als entscheidungsstärkster Präsident in die Geschichtsbücher der Neuzeit. Seine Wähler frohlocken und jubeln. Noch! –

Gold und Silber brauchen solch vorgegaukeltes Tamtam nicht. Edelmetallen wie Gold und Silber reicht die ungeschönte Erfolgsbilanz. Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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