15.01.2018

Der Konflikt mit dem eigenen Gewissen

Der Konflikt mit dem eigenen Gewissen

Die Bundestagswahl 2017 ist Geschichte und mittlerweile fast vier Monate her. Aber der Status quo spricht nach der gescheiterten "Jamaika-Sondierung" "nur" von einer "Geschäftsführenden Bundesregierung". Soll heißen: Zunächst ist alles beim Alten. Der Bundesaußenminister heißt Gabriel, der Bundesinnenminister de Maizière. Okay, Finanzminister Schäuble wurde Bundestagspräsident und der Chef des Bundeskanzleramtes, Herr Altmaier, ist jetzt auch noch geschäftsführend für die Finanzen zuständig. Und, ... - wie sollte es auch anders sein - die Bundeskanzlerin Angela Merkel ist immer noch die Chefin vom Ganzen. Geschäftsführend, wie gesagt. "Für eine gefestigte Demokratie, kein Problem", hört man allenthalben aus allen Ecken der CDU. Aber wie lange hält so eine gestandene Demokratie eine derart unnötige Hängepartie aus? Welches Gewissen, welcher Abgeordneter meldet sich zuerst, mal wieder?

Wir wollen festhalten, und vor allem, ohne nachtragend zu sein: Es waren die Freien Demokraten, FDP, die ihrem Gewissen gefolgt sind, und die so geschichtsträchtigen Jamaika-Sondierungsgespräche am 19.11.2017 um fünf Minuten vor Mitternacht für gescheitert erklärt haben. Respekt. Nach 5 Wochen öffentlichkeitswirksamen Verhandlungen neben und auf dem Balkon der Parlamentarischen Gesellschaft. Bitte, kein Zynismus! Viel wichtiger und aktueller ist die Frage, welches Gewissen sich denn jetzt nach der Sondierung mit der SPD regt. Wenn es um Bürgerversicherung, Familiennachzug, Reichensteuer etc. geht. Gegen Tatsachen anzukämpfen ist das eine, aber wie war das doch gleich mit dem Gewissen? - Goldanleger brauchen keine Gewissensbisse zu haben. Besser kann man den Tatsachen nicht folgen. Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin


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