22.01.2018

Wahrheit braucht Zeit

Wahrheit braucht Zeit

Für die einen steht fest: Die Erde dreht sich immer schneller! "Früher war alles gediegener und ruhiger", so ihr Fazit. Andere wiederum glauben, die Welt stünde am Abgrund und längst in Flammen. - Sind das nur launisch gefühlte Ahnungen oder hat sich wirklich alles um uns verändert, und wir spüren erst jetzt, wie wenig wir unser eigenes Forcieren beim Höher schneller Weiter noch im Griff haben?

Schnelles Internet, Eilmeldungen in Echtzeit, News, Fake News. Wir können gar nicht so viele Reize aufnehmen, wie uns die "moderne Welt" auf dem selbstverkabelten Tablett serviert. Wir haben nicht einmal mehr die Zeit zu unterscheiden, was gut ist, was weniger gut ist, was wahr ist, und was nicht. Schlimmer noch, wir wollen gar nicht mehr unterscheiden. Wir lassen uns in Großbuchstaben mit Ausrufezeichen von Populisten vereinnahmen. Unangenehme Ungereimtheiten sind out. Die schnelle Nachricht ist in, und deshalb auch wahr. Schuldige sind schnell benannt, Punkt. Nur nichts vertiefen. Was soll man auch an den Wahrheiten noch rütteln? Keine Zeit! Also: Der IS ist weitestgehend geschlagen, die AfD hat nicht nichts mit rechter Gesinnung zu tun und Donald Trump macht Politik für den "einfachen Bürger".

Ist Wahrheit wirklich so einfach, nur weil sie so oberflächlich in Echtzeit daherkommt? Verdient sie nicht mehr Tiefgang, mehr Zuwendung, vor allem mehr Zeit beim Recherchieren?

Der kluge Ankauf von Goldbarren oder -münzen beruht doch auf gut recherchierte Informationen. Schaut man sich die Rendite an, haben Kapitalanleger in Edelmetalle wahrlich Vorbildfunktion in Sachen Wahrheitsfindung. Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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