06.02.2018

Wo uns der Schuh drückt!

Wo uns der Schuh drückt!

Nur die älteren Mitbürger können sich noch an die Sendung mit dem ersten regierenden Bürgermeister von Berlin Ernst Reuter erinnern. Eine wöchentliche Livesendung auf NWDR ab 1948 und dann ab dem Jahr 1951 auf RIAS Berlin. Reuters berühmt gewordener Satz: „Völker der Welt, schaut auf diese Stadt“ wird unvergesslich in den Geschichtsbüchern seinen Platz behalten.

Eine Sendung dieser Art sollte wieder ins Leben gerufen werden, denn der Schuh drückt nicht nur denen, die einen zu kleinen Schuh gekauft haben, sondern den vielen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland die auf Hilfe in vielen sozialen Bereichen angewiesen sind. Vielleicht würde Ernst Reuter heute in einer Sendung  die den Titel trägt:  „Wo uns die Schuhe drücken“  sagen: „Ihr Politiker in Deutschland schaut Euch um im Lande, da ist vieles eine Schande.“

Der Vorteil wäre, dass die Bürger ihre bewegenden Themen ansprechen könnten. In einigen Gemeinden Deutschlands gibt es solche Sprechstunden wie z.B. in Herzberg und anderswo. Eines sollten wir nicht übersehen, die vielen karrieregeilen Politiker in den Parlamenten, die Kritik der Mitbürger nicht ernst nehmen, denen kann man nur raten:  wenn ihr nicht aufpasst, droht  eine größere gesellschaftliche Isolierung. Eines sollten gewählte  Mandatsträger sich hinter die Ohren schreiben, wenn die Menschen ihren Handlungen gedanklich nicht mehr folgen können, wird  man sie auch nie wieder wählen.

Was nun Herr Martin Schulz?

Gerechtigkeit, Gerechtigkeit und noch mal Gerechtigkeit dieses Wort kam in fast allen Sätzen während des Wahlkampfes vor.  Nachdem Debakel am Wahlabend des 24.09.2017 hört man von Gerechtigkeit nichts mehr aus seinem Munde, sondern sein Bestreben gilt der weiteren Karriere in einer Großen Koalition. Wer erinnert sich noch an das von Herrn Schulz Gesagte am Wahlabend, die beleidigenden Worte gegenüber Frau Merkel und der klare Verzicht auf ein Amt unter der Bundeskanzlerin. Wörtlich sagte er am Tag nach der Wahl vor hunderten Journalisten:“ In eine Regierung von Angela Merkel werde ich nie eintreten“. 

Ohne zu überlegen polterte er los und glaubt, die Bürger vergessen sein bedauernswertes Auftreten nach dieser herben Wahlniederlage. Aber Herr Schulz weitgefehlt, der Bürger ist nicht so dumm wie Sie es vielleicht glauben wollen. Die Verhandlungen über eine Große Koalition sind noch im vollen Gange, da zeigt er bereits Interesse am Amt des Außenministers im neuen Kabinett unter Bundeskanzlerin Merkel. Eigentlich sollte er sich schämen. Das Gespür dafür hat er wahrscheinlich im Laufe der Jahre in Brüssel verloren. Während  seiner fast 35 –jährigen Mitgliedschaft im Europa Parlament ist er wohlhabend  geworden und hat das Wort Gerechtigkeit während des Wahlkampfs nur verwendet,  um die Bürger zu locken, die SPD zu  wählen. Gerechtigkeit in Deutschland ist ein großes Problem,  nur er ist nicht der, der dieses Problem lösen kann.

Der Schuh drückt Millionen von Bürgern.  Er scheint Schuhe zu tragen, die ihm zu groß sind und deshalb drückt ihm auch kein Schuh. Hans-Joachim Weber / valvero Sachwerte GmbH, Berlin


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