06.02.2018

Gemeinsames Handeln für Deutschland setzt keine Geschwisterliebe voraus

Gemeinsames Handeln für Deutschland setzt keine Geschwisterliebe voraus

Die Trennung von CDU und CSU war im Spätherbst 1976 beschlossene Sache. Mit zweidrittel Mehrheit verabschiedete sich die CSU von ihrer Schwester CDU. Offiziell ging es der CSU-Landesgruppe um parlamentarische Korrekturen. Tatsächlicher Grund aber war ein Machtkampf zwischen den Parteigranden Franz Josef Strauß (CSU) und Helmut Kohl (CDU). Als Auslöser galt der unterschiedlich betrachtete strategische Umgang mit der FDP. Der "Geist von Kreuth" hielt bekanntlich nur ganz 23 Tage. Dass aus der zurückgezogenen Scheidung keine Geschwisterliebe wurde, ist hinlänglich bekannt. Exakt 40 Jahre später heißen die Protagonisten Merkel und Seehofer, und die Reibungspunkte Familiennachzug und Obergrenze.

Ein riesiger Flüchtlingsstrom bahnt sich 2015 seinen Weg quer durch Europa. Auf den Frontalaufprall mit der Realität reagiert Angela Merkel mit ihrem wohl geschichtsträchtigsten Satz ihrer Kanzlerschaft "Wir schaffen das". Während gleichzeitig der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer nicht weiß, wie die Behörden dem täglichen Ansturm von tausenden Flüchtlingen Herr werden soll. Die Schwesterparteien stehen vor einer Zerreißprobe. Bei der Bundestagswahl 2017 fahren CDU/CSU das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte ein. Die späte Erkenntnis, dass man nur zusammen stark ist, ohne sich deshalb gleich lieben zu müssen, kam noch rechtzeitig. Denn für die derzeitigen Koalitionsverhandlungen mit der SPD zur Bildung einer gemeinsamen Regierung ist sie unerlässlich. -

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