09.02.2018

SPD - Der unehrliche Kampf mit der eigenen Identität

SPD - Der unehrliche Kampf mit der eigenen Identität

Da feiert die "alte Dame SPD" stolz ihren 155. Geburtstag und wird zeitgleich nur noch als mutlose Partei, ohne Visionen und Bekenntnisse zu ihren ursprünglichen Werten wahrgenommen. Was ist geschehen?
Vordergründig ist es die gleiche SPD, die sich immer für die sogenannten "kleinen Leute" stark gemacht hat, die mit Willy Brandt im Bundestagswahlkampf 1972 mit 45,8% das beste SPD Wahlergebnis aller Zeiten eingefahren hat. Umso trauriger ist das Bild der SPD im Hier und Jetzt. Nach der katastrophalen Wahlniederlage mit mickrigen 20,5% taumelt die SPD dem absoluten Worst Case entgegen. Dieses Untergangsszenario scheint sich zu verselbständigen, seit ihr Vorsitzender Martin Schulz nach dem Wahldebakel den Parteikompass total verloren hat. Der Heilsbringer der SPD schlingert von einer Unglaubwürdigkeit in die nächste. Schulz' Zick-Zack-Kurs ruft die Jusos auf den Plan. Sie wollen Erneuerung, aber außerhalb einer Regierung mit der CDU. Aber ihr Vorsitzender hat nur seine eigene Karriere im Kopf. - Die Geschichte wird davon berichten, dass Schulz großzügig den Parteivorsitz der jüngeren Andrea Nahles überlassen hat, um aus sozialem Antrieb für ein geeintes Europa Außenminister zu werden. Zum Wohle aller. Dass sein unglaubwürdiges Politikverständnis die Rechtspopulisten stärkt, dass er das begriffen hat, davon wird die Geschichte leider nicht berichten können. -

Es ist traurig, wenn jemand sein Wort nicht hält. Diese Enttäuschung bleibt Kapitalanlegern, die ihr Geld in Gold tauschen wollen erspart. Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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