06.06.2018

Wie war das doch gleich mit den Einwegprodukten aus Kunststoff?

Wie war das doch gleich mit den Einwegprodukten aus Kunststoff?

Die Nachrichten waren schon immer alarmierend: Die Meere unserer Erde ersticken im Plastikmüll. -

Der einst so gefeierte Kunststoff wird zum Fluch. Überall ist Plastik. In der Natur, in Flüssen, in Ozeanen, im arktischen Eis, in unserem Körper, in unserer Nahrungskette. Ach ja? - Wirklich, so schlimm? -

Was waren wir alle stolz auf diese „Hammer Bilanz“, in 2016, ca. 2 Milliarden Plastiktüten weniger verbraucht zu haben als im Vorjahr. 300 Unternehmen - vor allem im Textileinzelhandel - ließen sich die Kunststofftüten von ihren Kundinnen und Kunden ab Mitte des Jahres bezahlen. Daraufhin gingen 50 Prozent weniger Plastiktüten über die schmucken Ladentheken. Der größte Teil der Bevölkerung glaubte, wir hätten damit die Rettung der Welt eingeleitet. Aber denkste! -

Wie sooft stehen wir Menschen mit großen Augen und hoch gezogenen Schultern vor unserer eigenen Selbsttäuschung. Hilflos, arrogant, bisweilen desinteressiert. Könnte sich unsere Mutter Erde auf die Schenkel klopfen und laut lachen, sie käme aus dem Lachen gar nicht mehr heraus. Aber sie weiß nur zu gut, dass unsere Naivität und Dämlichkeit eher zum Weinen ist. -

Nichts ist leichter als selbstherrlich auf unsere europäischen Nachbarn zu verweisen, bei denen die Abfallwirtschaft deutlich schlechter funktioniert als bei uns. Wer sich diese fatale Beruhigungstablette gönnt, versündigt sich an der Zukunft und hat das Ausmaß des Problems und den Ernst der Lage nicht wirklich erkannt. Obwohl, was gibt es an der Tatsache nicht zu verstehen, dass unser Plastik über Abwasser und Flüsse ins Meer gelangt und die vollständige Zersetzung je nach Produkt ungefähr 200 - 450 Jahre dauert.

Müsste das Wissen alleine nicht schon reichen, um händeringend nach Lösungen zu suchen? Aber der Skandal potenziert sich wie ein Selbstläufer.

Immer mehr kleine wasserunlösliche Plastikteilchen, meist unter 5 Millimeter Größe, gelangen in die Mägen von Fischen, Vögeln und Meeressäugern. Die „missverstandene Nahrung“ kann nicht verdaut werden, eine weitere Nahrungsaufnahme ist somit unmöglich. Die Tiere verenden qualvoll. Der Weg in die menschliche Nahrungskette ist vorgezeichnet. Was das genau heißt, ist noch nicht erforscht. Sicher ist, dass Plastik Giftstoffe wie Flammschutzmittel oder Weichmacher enthält, die über die Nahrungskette auch die Menschen erreicht.

Der Müll in unseren Meeren besteht aus Plastiktüten, Zahnbürsten, Feuerzeugen, Einmalrasierer und, und, und! Das sind etwa 75 Prozent des gesamten Mülls. Jährlich gelangen 25 Millionen Tonnen von diesen verheerenden Plastikverpackungen weltweit in die Meere. Dieser sogenannte „Zivilisationsmüll“ in unseren Gewässern nimmt unserer Erde den Atem. Und nicht nur unserer Erde, auch uns selbst. Wann begreifen wir das endlich? Wann übernehmen wir - jeder für sich - globale Verantwortung für unseren Verpackungsmüll?! -

Bei der Betrachtung der Vermüllung unserer Meere, bekommt die Vorsorge für unsichere Zeiten eine ganz neue Wendung. Die Empfehlung der valvero Sachwerte GmbH, dies auch mit Goldanlagen zu tun, ist die eine Seite der Medaille. Über den Tellerrand der eigenen Absicherung hinauszublicken, die andere Seite. So schließt sich ein Kreis. Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin


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