13.06.2018

Was nun, liebe G6-ler?

Was nun, liebe G6-ler?

Alle Gespräche, Freundlichkeiten, versteckte Warnungen und pompöse Schmeicheleien auf roten Teppichen, wie die des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, waren umsonst. US-Präsident Trump ließ sich durch nichts abbringen den längst beschlossenen Handelskrieg mit der EU und Kanada ins Rollen zu bringen. Die Verhängung von Zöllen auf kanadischen und europäischen Stahl hat einen Streit vom Zaun gebrochen. Derartige Misstöne gab es noch nie zwischen den Vereinigten Staaten und den anderen G-7-Staaten.

Trump stört nicht sein Geschwätz von gestern. Das sollte auch allen Beteiligten mittlerweile bekannt sein. Und es ist ihm auch piepegal dass ihn seine Politik immer mehr in die Isolation führt. Was ihn auch nicht zu interessieren scheint. Und dass seine Verbündeten und Freunde darum auch die Welt nicht mehr verstehen und von einem Tweet zum anderen nur kopfschütteln auf die nächste Breitseite aus Washington warten ringt ihm auch nur ein müdes Lächeln ab. So what?!

Aber es scheint sich etwas zu tun in einigen hochrangigen Köpfen der EU. Und damit ist nicht das hilflos und beleidigt wirkende Statement des Bundeswirtschaftsministers Peter Altmeier gemeint, der aus dem Stand heraus die US-Entscheidung zu Strafzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte aus der EU trotzig für falsch und rechtwidrig nennt. Denn diese eher peinliche Außenwirkung einer „beleidigten Leberwurst“ wird der Herr im Weißen Haus nicht einmal mit einem müden Lächeln bedenken. Dagegen haben die scharfen Worte des französischen Staatspräsidenten per Twitter und auf Englisch eher die Chance, beachtet zu werden. Denn seine Feststellung, dass auch sechs Staaten eine internationale Kraft darstellen, sind an einen Verbündeten mit der wirtschaftlichen und politischen Stärke, wie sie Amerika weltweit darstellt, so klar und unmissverständlich noch nicht ausgesprochen worden. Explizit an die Adresse Trumps gerichtet fügt der aufstrebende Sonnenkönig aus Paris zudem lapidar und lässig an, dass kein Anführer von Ewigkeit ist. Und was Exporte mit der Gefährdung der nationalen Sicherheit der USA zu tun haben, sei eher ein schlechter Witz denn eine Begründung, der man in Kanada oder Europa Beachtung schenken sollte.

Aber Trump wäre nicht Trump, wenn er derart heftige Kritik nicht polternd widerspräche. Per Twitter natürlich. Und ganz seinem persönlichen Niveau entsprechend, lässt der genialste aller bisherigen amerikanischen Präsidenten mitteilen, dass er bereits am Morgen des zweiten Tages des G7-Gipfels in La Malbaie/ Kanada zu wichtigeren Unternehmungen aufbrechen werde als sich Themen zu widmen wie Iran-Atomabkommen, Nordkorea-Gipfel, Handel oder Klima. Und dann sind die sechs unter sich. Kanada, Japan, Italien, Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Die Zeit, als US-Präsidenten noch als Transatlantiker in die G7-Runde kamen, scheint mit der „Personalie Trump“ wahrhaftig vorbei zu sein. Was nun, Ihr Verbliebenen Sechs?

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Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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