27.06.2018

Ist die Schieflage des Generationenvertrages wirklich so schief, wie behauptet?

Ist die Schieflage des Generationenvertrages wirklich so schief, wie behauptet?

Es braucht nicht unbedingt die SPD mit einem aufpolierten Wahlkampfthema, um die Frage der sozialen Gerechtigkeit in den Mittelpunkt politischer Diskussionen zu stellen. Der Idealfall, dass jeder der Steuern und Sozialbeiträge einbezahlt, auch entsprechend seinem eigenen Leistungsvermögen im Rentenalter profitiert ist eher unwahrscheinlich geworden. Dennoch ist das Bemühen eines Sozialstaates - wie sich die Bundesrepublik Deutschland auf ihre Fahnen geschrieben hat - die Grundvoraussetzung für sozialen Frieden. Und das, obwohl die Wortkombination „Sozialstaat“ im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland an keiner einzigen Stelle vorkommt. Stattdessen ist die Rede von einem „demokratischen und sozialen Bundesstaat“. Grundgesetz-Verfechter leiten daraus zu Recht ein geordnetes Nehmen und Geben im Sinne der Gerechtigkeit ab. Und genau daraus ergibt sich ein politischer Auftrag: Gerechtigkeit üben gegen jedermann. Geloben tun sie es alle: Angefangen vom Bundespräsidenten über den Bundeskanzler bis hin zu den Bundesministern. Jeweils am Ende ihres Amtseids. Und wie sieht die Realität aus? Zum Beispiel, wenn es um eine gerechte Altersversorgung geht?

Geht es bei der Rente in Deutschland gerecht zu?

Beim Thema Rente erhitzen sich die Gemüter. Berufstätige wettern gegen Ruheständler, Junge schimpfen über Alte. Und jeder glaubt sich im Recht oder wenigstens ganz nahe an der Wahrheit dran zu sein. Denn beide Seiten bemühen Standartsätze, die bei oberflächlicher Betrachtung schlüssig klingen.

Da heißt es zum Beispiel: Wer ein Leben lang hart gearbeitet hat, muss auch im Alter sorgenfrei von seiner Rente leben können. Ein Satz, den wohl jeder ohne viel Tamtam akzeptieren würde. Aber so pflegeleicht wie er daherkommt, scheint die Realität doch nicht zu sein. Die Frage sei erlaubt, wie soll das gelingen, wenn immer weniger Junge in die Rentenkasse einzahlen, und die Älteren, die immer älter werden, ihren verdienten Ruhestand sorgenfrei genießen möchten? Für die Beantwortung dieser Frage muss man kein Mathegenie sein. Jeder weiß sofort, die Rechnung kann nicht aufgehen. Die tatsächlichen Zahlen sprechen eine klare Sprache. 17 Millionen über 65-jährige müssen von rund 50 Millionen erwerbsfähigen Menschen finanziert werden. Laut Bevölkerungsprognose des IW Köln werden im Jahr 2035 nur noch 45 Millionen Arbeitende für 24 Millionen Rentnerinnen und Rentner aufkommen. Von einer Generationengerechtigkeit kann bei dieser auseinandergehenden Schere nicht die Rede sein. Das Dilemma der Rentenpolitik heißt: Wie können die Beitragssätze niedrig, das Rentenniveau hoch, und die Lebensarbeitszeit kurz gehalten werden? Die Lasten des demografischen Wandels lassen freundlich grüßen. Wobei, freundlich geht doch sonst anders, oder?!

Die Forderung, dass die Rente finanzierbarer, nachhaltiger und gerechter wird - das lässt sich heute schon unschwer prognostizieren -  wird das alles überlagernde Thema im Wahlkampf 2021 sein. Und ganz sicherlich erhofft sich nicht nur die sozialdemokratische Partei Deutschlands Stimmen zu diesem Jahrhundertthema. Dabei sollten Wahlgeschenke auf Kosten junger Menschen tunlichst vermieden werden.

Das Fundament der Alterssicherung muss die gesetzliche Rente bleiben. Ihr Auftrag, Herr Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, SPD.

Wie es wirklich mit der Rente weitergeht, steht noch in den Sternen. Eine Kapitalanlage in Gold und Silber dagegen verheißt nur Gutes. Der Edelmetallshop valvero Sachwerte GmbH hilft Ihnen dabei, Ihre Zukunft sicherer zu gestalten.

Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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