25.07.2018

valvero GmbH - ARD-DeutschlandTrend - Wenn Kritik mitten ins Herz trifft

ARD-DeutschlandTrend - Wenn Kritik mitten ins Herz trifft

Es liegt wohl in der Natur der Sache dass wir Menschen den sehnlichen Wunsch haben, möglichst von vielen Mitmenschen gemocht, oder besser noch, verehrt zu werden. Dieses „Everybody`s-Darling-Syndrom“ ist aber leider eine böse Harmoniefalle. Denn die bittere Realität liegt in den unterschiedlichen Anforderungen. Fest steht: Man kann es nicht allen recht machen, Punkt. Auch wenn das so manch harmoniesüchtiger Mitmensch nicht wirklich wahrhaben will. Es ist nun mal so!

Eine ganz spezielle Spezies dieser „Everybody`s-Darling-Menschen sind zweifelsohne unsere Volksvertreter und Volksvertreterinnen. Sie stellen sich hübsch geschminkt und wohl gestylt in regelmäßigen Abständen zur Schau - oder sagen wir „der Fairness halber“ zur Wahl - und buhlen ähnlich einer Zahncreme-Werbung um Sympathie. Erst dann kommt das Eigentliche. Ihr politisches Anliegen. Und wenn beides für den Wähler stimmig rüberkommt und die Wahl ist gewonnen - sei es zum Oberbürgermeister Minister oder gar zum Parteivorsitzenden - dann hat man es endlich zum Everybpdy`s-Darling geschafft. Aber die Freude währt leider oft nur kurz.

Schuld ist ein sogenannter „ARD-DeutschlandTrend“, der die auserwählten Damen und Herren auf das Normalmaß der weniger Geleibten herunterstutzt.

Weil bekanntlich nach der Wahl vor der Wahl ist oder auch umgekehrt, werden auch die pressegeilen Durchstarter vom einfachen Volk beurteilt. Das passt zwar nicht jedem der Herrschaften, aber diese Art „Zwischenzeugnis“ hat sich die Demokratie auf ihre Fahnen geschrieben. Dabei kommen ungeschminkte Wahrheiten ans Licht die kein Harmonieschmachtender gerne hören mag. Im Juli 2018 hört sich die Kritik so an:

78 Prozent der Deutschen sind unzufrieden mit der Regierung

Was der ARD-DeutschlandTrend zur zeit hervorbringt in Sachen Beurteilung der Regierung lässt so manches strahlende Ministergesicht aschfahl werden. Fast vier von fünf Deutschen finden, dass die Bundesregierung

keinen guten Job macht. Die Umfrage von Infratest dimap für den ARD-DeutschlandTrend bringt noch mehr schlechte Laune an den Tag. Während beim Asyl- und Flüchtlingsstreit zwischen Angela Merkel und Horst Seehofer der Kanzlerin zum Vormonat zwei mickrige Sympathiepunkte abhanden gekommen sind, stürzt dagegen der „unantastbare“ Bajuware, CSU-Chef und Bundesinnenminister in der Beliebtheitsskala unserer politischen Selbstdarsteller faktisch ins Bodenlose. Minus 16 Prozent. Das sitzt. Nicht so beim taffen Horst. Denn der sieht sich und seinen 63-Punkte umfassenden Abschiebe-Masterplan als geniale Antwort auf die Asylpolitik seiner Chefin in Berlin. Nach dem Motto dieser Tage: Was die AfD nur in Parolen hinkriegt, setzen wir in Bayern um. Zum Wohle all derer die immer rechts von der CSU - um Himmels Willen - nichts zulassen wollten. Ja mei, ist denn schon Landtagswahl? Nein, noch nicht. Aber auch zu dem Thema hat es der BayernTrend in einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Infratest dimap in sich. Denn wäre in Bayern Sonntag Landtagswahl, fände sich Seehofers CSU auf einem historischen Tiefpunkt mit gerade einmal 38 Prozent der Stimmen wieder. Dabei sollte doch die leichte Rechtsausrichtung der „Law & Order-Partei“ die absolute Mehrheit garantieren. Und Söder, der sich erst vor kurzem smart ins Amt des bayrischen Ministerpräsidenten gelächelt hat kommt prozentual auch nicht aus dem Quark. Da muss er wohl noch sympathiemäßig nachlegen, der smarte Markus. –

Anlageedelmetalle müssen nicht um Sympathie buhlen. Sie können sich der absoluten Mehrheit der Kapitalanleger sicher sein. Und das zu Recht!

Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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