06.09.2018

Helmut Kohl – wenn ein Verstorbener in den Gerichtssälen weiterleben muss

Helmut Kohl – wenn ein Verstorbener in den Gerichtssälen weiterleben muss

Mit dem Tod tritt im Allgemeinen die ewige Ruhe ein. Für den gerade Verstorbenen allemal. Was für die Hinterbliebenen aber nicht immer zutrifft. Schon gar nicht, wenn es sich bei dem Verstorbenen um eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens gehandelt hat, die zu Lebzeiten privat viel Staub aufgewirbelt, mitunter viel Porzellan zerschlagen und Unverständnis und Kopfschütteln hervorgerufen hat. - Bei allem Respekt, den sich der „Kanzler der Einheit“, Dr. Helmut Kohl, in seinem außergewöhnlichen politischen Leben erarbeitet hat. Seine berufliche und privat vermengte Hinterlassenschaft ähnelt einem Scherbenhaufen, der seine Witwe und die ganze Familie noch trauriger macht. Vielen scheint alles ganz durchsichtig zu sein. Aber was sieht man dann eigentlich?

Für viele Weggefährten Helmuth Kohls, aber auch viele unbeteiligte Menschen, die ihn aus politischer Überzeugung zum Kanzler gewählt und menschlich geschätzt haben, ist selbst ein Jahr nach seinem Tod, seine zweite Frau Maike Kohl-Richter Schuld an allem, was der Volksmund unter „Albtraum“ versteht. Sie habe in Eigeninteresse die Familie Kohl zerstört, ihn isoliert, und jetzt will sie auch noch des Altkanzlers zugesprochene Millionenentschädigung einheimsen, die ihr Mann gegen Buchautor Heribert Schwan gerichtlich erstritten hatte. Für die meisten Deutschen ein absolutes Unding. Das Ringen um Kohls politisches Erbe scheint in diesem Fall entschieden.

Die gierige Witwe“, so Kohls Gegenpart Heribert Schwan, „kriegt keinen Cent“. Okay, das ist vom Oberlandesgericht Köln einstweilen so entschieden. Was die unverständliche Verweigerung der Herausgabe politischer Akten aus Kohls Amtszeit an das Bundesarchiv betrifft, stehen sicherlich wieder einige Unwegsamkeiten in Sachen Helmut Kohl an. Es ist nicht unüblich, dass viele Ordner und amtliche Unterlagen eines Bundeskanzlers irgendwann auch den Weg in private Räumlichkeiten schaffen. So war es auch bei Kohls Amtvorgänger Helmut Schmidt. Ohne große Heimlichkeiten und Missstimmungen trafen sich er und die Loki Schmidt-Stiftung, das Kanzleramt und das Bundesarchiv, um eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten. Nach Prüfung der Unterlagen war schnell klar, was privat und was amtlich ist. Letzteres wanderte ins Bundesarchiv nach Koblenz.

Scheinbar ist ein derartig offener Umgang mit amtlichen Unterlagen einer Maike Kohl-Richter fremd. Sie leugnet weiterhin im Besitz derartig wichtiger Geschichtsquellen zu sein und verweist zudem auf ihr Recht sich nicht weiter äußern zu müssen. Es scheint zweifellos ihr Ansinnen zu sein, das Bild von Kohl nach ihren Vorstellungen und Wünschen zu zeichnen. Aber hätte sie nicht gerade von ihrem Mann, dem großen Europäer Helmut Kohl lernen können, dass sich eine demokratische Öffentlichkeit kein Geschichtsbild verordnen lässt. Es scheint, als ginge die Debatte um die amtlichen Unterlagen Kohls zeitnah in die nächste Runde.

Wann findet dieser große und verdienstvolle Staatsmann endlich seine wohlverdiente Ruhe? -

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Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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