22.09.2018

Anleger fallen auf zweifelhafte Finanzanlagen rein!

Anleger fallen auf zweifelhafte Finanzanlagen rein!

Sehnsucht nach Sicherheit, reale Werte.

Die Verbraucherzentrale Hessen warnt Anleger, sich von zweifelhaften Finanzprodukten fernzuhalten. Trotz vieler Warnungen lassen sich Anleger immer wieder über den Tisch ziehen. In einem Fall ging es um Container-Schiffe, die TÜV geprüft als sicheres Finanzprodukt verkauft wurden. Viele der Anleger hatten den festen Glauben, hier kann man nicht viel falsch machen. Die Risiken waren überschaubar und es winkte eine Rendite von zehn Prozent pro Jahr. Im ersten Jahr bekamen die Anleger auch die zehn Prozent, im zweiten nicht mehr. Die Firma ging in die Insolvenz, die Schiffe seien verrostet und sollen verschrottet werden. Die Gier der Menschen kennt keine Grenzen und sie riskieren und investieren weiterhin im grauen Kapitalmarkt. Anleger haben nach einer Studie viele Milliarden verloren. Die angebotenen Produkte des grauen Kapitalmarkts sind sehr kompliziert und vielfältig. Um sie vertreiben zu dürfen, benötigen die Anbieter von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) keine Erlaubnis, anders als etwa Banken, Versicherer und Fondsgesellschaften. Sie werden leider weniger streng kontrolliert, manchmal gar nicht. Wieviel Geld Verbraucher mit solchen Produkten verlieren können, lässt sich nur punktuell nachvollziehen. Ein großer Anlegerskandal  in Deutschland war die Pleite eines Container-Vermieters, hier hatten Anleger ca. 3,5 Milliarden Euro investiert, und über die Hälfte soll nach Schätzungen von Verbraucherzentralen  verloren gegangen sein. Die Verbraucherzentralen warnen immer wieder vor den schwarzen Schafen am grauen Kapitalmarkt. Auch geschlossene Immobilienfonds bergen ein hohes Risiko. Weiterhin warnen die Verbraucherzentralen, dass sich niemand zu einem Geschäft drängen lassen sollte, weder im persönlichen Gespräch und schon gar nicht am Telefon.

Reale Werte

Führende Finanzexperten wundern sich in den letzten Monaten vermehrt über das Gold. Einer schrieb: „das Krisenmetall steckt selbst in einer Krise“. Dabei kennt das Gold keine Krisen, Papiergeld schon, wie die Geschichte uns lehrt. Während der Goldpreis in US-Dollar oder Euro sich in einem leichten Abwärtstrend befindet, sind die Probleme in der Türkei und in Argentinien mit ihren Währungen im Dauerstress. Dort müssen die Leute inzwischen Unsummen an Papiergeld für eine Unze Gold auf den Tisch legen. So stieg der Goldpreis in der Türkei in diesem Jahr um ca. 50 Prozent und in Argentinien um ca. 84 Prozent. Hier zeigt sich, dass Papiergeld für den Alltag taugt, nicht aber als langfristiger Wertspeicher. Wenn sich die „Nullen“ aus den Zentralbanken und Politik ins Geld einmischen, daher der Begriff „Geldpolitik“, dann werden später die Nullen von den Geldscheinen gestrichen, in der Türkei waren es sechs davon im Jahr 2005 unter Erdogan. So wurden aus einer Million türkischer Lira umgerechnet 0,55 Euro. Von Papiergeld bleibt meist nicht viel übrig außer Erinnerungen. Das Gold wird bleiben, das ist hundert Prozent sicher. Gold bietet also Schutz vor solchen Dingen.

Von daher ist Gold zumindest eine Versicherung, und man sollte froh sein, wenn man diese niemals benötigt, aber trotzdem besitzt.

Hans-Joachim Weber / valvero Sachwerte GmbH, Berlin
 



© 2018 valvero Sachwerte GmbH