10.10.2018

CSU – Ein Absturz mit Ansage?

CSU – Ein Absturz mit Ansage?

Wenn man das bloß immer wüsste, warum etwas klappt und warum partout nicht. Mal kommt der Riesen Erfolg wie aus dem Nichts daher, und ein anderes Mal verselbständigt sich ein Abwärtstrend und keiner hat ein Rezept parat das sich anbahnende Desaster aufzuhalten.

Eine machtverwöhnte Partei - Einst und jetzt

So verquer und kontrastreich baut sich in diesen Tagen das Bild der Christlich-Sozialen Union (CSU) auf. Abgesehen von den ersten 10 bis 15 holprigen Jahren nach der Gründung 1945 hielt die CSU von 1962 bis 2008 die absolute Mehrheit der Mandate im Bayerischen Landtag. Und wenn es einmal läuft, dann können auch persönliche Fettnäpfchen und „Skandälchen“ einer erfolgreichen Partei nichts anhaben. Siehe Spiegel-, Münchner- oder die Amigoaffäre. Wer, wie die CSU ein Land (Bayern) dominiert, braucht um den Machterhalt nicht zu fürchten. So dachte man noch bis vor kurzem in der bayerischen Staatspartei. Und so war es auch in der CSU-Parteizentrale quasi in Stein gemeißelt. Aber manchmal kommt ein Sturm ganz leise. Auch dann, wenn die Protagonisten laut polternd die gesamte Republik fast täglich nerven und mit schlagenden Flügeln durchs Land posaunen wie unerreicht erfolgreich Bayern In der Wirtschaft, Arbeit, Bildung und in der Kriminalitätsbekämpfung ist, haben die Wähler zu den anstehenden Landtagswahlen 2018 etwas anderes im Sinn, als „ihrer“ CSU weiterhin zur absoluten Mehrheit zu verhelfen. Die Prognosen vom renommierten „Bayerntrend“ der die CSU weit unter eben dieser absoluten Mehrheit sieht, rütteln an den Grundfesten der Partei mit dem selbstauferlegten Alleinstellungsmerkmal. –

Wer wüsste es nicht besser als der Rest der Republik, dass Bayern nun wirklich kein x-beliebiges Bundesland ist. Mischt aber doch gerade dieses erfolgreiche Bayern durch seine gewählten Volksvertreter der CSU den Rest Deutschlands seit Beginn der Flüchtlingskrise im Herbst 2015 immer und immer wieder nach Belieben auf.

„Die Mutter aller Probleme“

Profilierungsthema Nummer eins ist dabei die Flüchtlingskrise respektive die Migrationspolitik der Bundesregierung, der sie ja bekanntlich selbst angehören. Das hindert die Herren Seehofer, Dobrinth und Söder aber in keinster Weise bundesweiter Unruheherd zu sein. Ihr Daueraufhänger „Obergrenze für Flüchtlinge“ nervt mittlerweile nicht nur die Schwesterpartei CDU und den Berliner Koalitionspartner SPD. Die Unterstützung für die CSU erodiert landesweit. Selbst in der hartgesottenen CSU-Basis rumort es. Aber wie groß ist der Bonus der Basis? Die CSU schürt ein Feuer in dem sie selber zu verglühen droht. Sie scheint die Balance zwischen grenzwertiger Flüchtlingsrhetorik und machbarer Politik verloren zu haben.

Knapp eine Woche vor der bayerischen Landtagswahl reiht sich Landesvater Markus Söder verbal in die Riege eines Franz-Josef Strauß’ ein. Er rüttelt an den schlechten Umfragewerten mit nie dagewesener Schärfe gegen die AfD. In Wahrheit fleht er förmlich um jede Stimme für seine bisher eher farblose Regentschaft. Aber er punktet. Vor allem gegen Seehofer und Merkel. Laut Delegierten soll er es nun richten. Wie schwer das am Abgrund ist wird Söder erst nach der Wahl am 14. Oktober erfahren. -

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Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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