07.11.2018

Brasilien wählt den Selbstmord - Weil seine Menschen Angst haben zu leben

Brasilien wählt den Selbstmord  - Weil seine Menschen Angst haben zu leben

Wer geglaubt hat, die Welt hätte mit den demokratisch gewählten Hetzern Erdogan, Trump und Kim Jong-un bereits die gefährlichsten Politprovokateure in ein politisches Amt gehievt, der muss sich mit der Wahl des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro getäuscht vorkommen. Der Ruf, der diesem ultrarechten Populisten Bolsonaro vorauseilt hat das Zeug, alles Dagewesene an Vetternwirtschaft, Korruption, Clan-Kriminalität und Brutalität in den Schatten zu stellen.

Brasilien, das größte und bevölkerungsreichste Land Südamerikas hat gewählt. Und die Welt fragt sich, was bringt den Großteil von 147 Millionen Wählerinnen und Wählern dazu, einen menschenverachtenden Despoten zu ihrem Präsidenten zu wählen? Einer, der für Folter steht, gegen Schwarze und Schwule mit Waffengewalt vorgehen will und sein pervers geartetes Menschenbild mit der zynischen Aussage toppt, dass eine Abgeordnete es nicht einmal wert sei, von ihm, den großen Clan-Chef Jair Bolsonaro, vergewaltigt zu werden. Was muss mit den Menschen in diesem Land passiert sein, dass sie ihre Zukunft in die Hände eines  rassistischen, frauenfeindlichen und homophoben Mann des Militärs legen? Und wie soll ein Mann, der Mörder verehrt ein Volk repräsentieren, das sich der restlichen Welt doch so gern als freundliches Volk zeigt? Fragen über Fragen, die schwerlich mit logischem Gedankengut beantwortet werden können. Dennoch spiegelt dieses stolze Land Brasilien bei genauem Hinsehen eine düstere, zweite Seite seiner Seele wieder, die den Versuch des Verstehens ein wenig erleichtert.

Rückblick in die nahe Vergangenheit Brasiliens

Brasilien erlebt in den Jahren 1964 bis 1985 die Verbrechen einer 21-jährigen Militärdiktatur der Folterdiktatoren Ernesto Medici und General Ernesto Geisel. In diesem extrem langen Kapitel der dunkelsten Geschichte Brasiliens wurden die Streitkräfte von Abtrünnigen gesäubert, die Medien zensiert, Bauernlegen zerschlagen, das Streikrecht außer Kraft gesetzt und Gewerkschaftsführer verhaftet. Eine brutale Unterdrückung erfasste das ganze Land. Das 1979 verabschiedete Amnestiegesetz garantiert den Verantwortlichen Straflosigkeit bis heute. Eine Aufarbeitung der barbarischen Herrschaft, die eine unabdingbare Gründungsvoraussetzung für eine Demokratie darstellt, blieb aus. Heute, nach 33 Jahren Demokratie und 33 Jahren Schweigen taumelt Brasilien der nächsten Katastrophe entgegen, dessen neugewählter Präsident Jair Bolsonaro, Hauptmann a. D. und Freund des Folterers Carlos Alberto Brilhante Ustra es öffentlich bedauert, dass die Schreckensherrschaft nicht noch mindestens 30.000 Menschen mehr getötet hat. Der Schrecken, der nie ganz weg war, ist zurück. In persona Jair Bolsonaro.

Was nun, Brasilien?

Brasilien steht mit seinem neu gewählten Präsidenten Jair Bolsonaro vor den Scherben seiner eigenen Unfähigkeit, Unrecht als Unrecht zu benennen und seine Kinder und Enkelkinder mit Recht und Gesetz zu konfrontieren und aufwachsen zu lassen. Stattdessen hebt das gebeutelte Volk einen weiteren Despoten und Antidemokraten in das Amt des Präsidenten, wohl wissend oder doch nur ahnend, dass ihre Geschichte sich auf grauenvolle Weise wiederholen wird. Die Aussichten sind bitter!

Die bislang größte Demokratie Lateinamerikas ist sich selbst der größte Feind und katapultiert sich zurück in die schmerzlichsten Stunden seiner Geschichte. Warum nur, warum, du sonst so weltoffenes und freundliches Brasilien? –

Dagegen sind die Aussichten für Kapitalanleger und Investoren auf dem Edelmetallmarkt erfolgreich tätig zu sein, gut. Ob die mittelfristige Prognose für 2019 wirklich zutrifft, dass Silber mehr Potenzial hat als Gold, 

wird sich zeigen. In jedem Fall bergen physische Edelmetallanlagen eine stabile Werterhaltung Ihres Vermögens. Informationen dazu und mehr finden Sie auf www.edelmetallshop.com

Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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