14.11.2018

Drei Störenfriede mischen die EU auf

Drei „Störenfriede“ mischen die EU auf

Irgendwann passiert alles das erste Mal. Das musste jetzt auch die Eu-Kommission schweren Herzens erfahren. Denn das EU-Mitgliedsland Italien - eines der pro-europäischsten Länder vergangener Tage - präsentiert der Staatengemeinschaft einen Haushaltsentwurf, den die EU aufgrund ihrer Vorgaben des sogenannten „Maastrichter Vertrages“ vom 7. Februar 1992 für inakzeptabel befinden musste. Erstmalig in der Geschichte der EU wurde ein Haushaltsentwurf eines Mitgliedstaates abgelehnt mit der Begründung, dass die italienischen Etat-Pläne nicht nur eine interne Angelegenheit sei. Die Konsequenzen einer Überschuldung, so der einhellige Tenor der EU-Kommission, gingen alle 19 Mitglieder der Gemeinschaftswährung etwas an. Eine Nachbesserung sei daher zwingend notwendig.

Die postwendende Reaktion der italienischen Regierung aus Lega Nord und Fünf-Sterne-Bewegung, in persona Vizeregierungschef Salvini, auf die Reaktion aus Brüssel, war vorprogrammiert und wegweisend höchst unbeugsam.

Italien spielt mit der Zukunft Europas

Italien plant eine Neuverschuldung von 2,4 % seiner Wirtschaftsleistung. Die Vorgängerregierung hatte mit Brüssel eine Neuverschuldung von 0,8 Prozent vereinbart. Also zwei Drittel weniger! Und das bei einer Gesamtverschuldung - die zweitgrößte der Eurozone nach Griechenland - von 131 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung. Das berühmte „Geschwätz von gestern“ scheint die Regierenden in Italien nicht zum Umdenken bewegen zu können. Sie verweisen kompromisslos auf die notwendigen Ausgaben die ihr Land und ihre Wähler von ihnen erwarten würden. Im Übrigen hätten die EU Staaten 2016 bei Spanien und Portugal trotz eklatanter Verstöße Nachsicht walten lassen. Für Italien gebe es keinen Weg zurück, so Salvini. -

Polen und Ungarn unterstützen sich gegenseitig

Eine ähnliche Hängepartie bahnt sich für die EU-Kommission mit den EU-Streithähnen Polen und Ungarn an. Polen verabschiedet sich immer mehr vom gemeinsamen Geist der EU. Die Gleichschaltung von Verwaltung und Medien ähneln mehr dem Geist einer Diktatur. Die EU blickt seit geraumer Zeit mit Sorge auf Warschau. Polens nationalkonservative Regierung der PIS-Partei wurde unlängst vom europäischen Gerichtshof (EuGH) aufgefordert, seine umstrittene Justizreform zurückzunehmen. Und prompt sprachen die Quertreiber aus Warschau dem EuGH die Zuständigkeit dafür ab. Auch hier ist das Ergebnis im Sinne Europas offen bis sehr traurig. -

Die gleichen europäischen Fragezeichen sendet Ungarn nahezu täglich nach Brüssel aus. Ungarns populistischer Regierungschef Victor Orbán schert sich augenscheinlich einen Dreck darum, dass die EU-Kommission die Demokratie in seinem Land für bedroht ansieht und im September dafür gestimmt hat, gegen sein Land ein Strafverfahren einzuleiten. Die Abstimmung will der Staatschef einfach anfechten. Er findet sie schlichtweg ungerecht. Die Geldleistungen aus Brüssel dagegen, wohl eher nicht. Für Europabefürworter bleibt ein Unbehagen verbunden mit der Frage, wie viel Rechts- respektive Linksextreme sich durch Polen und Italien angespornt fühlen irgendwann auch aus der Deckung zu kommen, um weiteres Ungemach in die Europäische Gemeinschaft zu tragen? -

Anleger, die mit dem Gedanken spielen, in Edelmetalle zu investieren, aber auch ein wenig Unbehagen verspüren, weil das Terrain, auf das sie sich begeben wollen fremd vorkommt, sollten sich das ruhig eingestehen und einen kompetenten Edelmetallhändler wie die valvero Sachwerte GmbH in ihre Entscheidung mit einbeziehen. Seien Sie nicht länger Gläubiger einer x-beliebigen Bank. Tauschen Sie Ihr Geld in eine stabile werterhaltende Kapitalanlage. Physische Edelmetalle in Barren oder Münzen bergen Sicherheit und sind gleichzeitig Zahlungsmittel. Und das weltweit.

Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



© 2018 valvero Sachwerte GmbH