13.12.2018

Ratingagenturen - Vom Nobody zum Sündenbock

Ratingagenturen - Vom Nobody zum Sündenbock

Sie beurteilen die Bonität eines Schuldners mit „AAA“, („Triple A“), „AA“, „A“, „BBB“ bis hin zu „CCC“, „CC“,“C“ und wenn nötig auch mit “D“. Die Rede ist von Ratingagenturen, die mit ihren Buchstabencodes die Kreditwürdigkeit und Finanzkraft von Unternehmen und Staaten analysieren. Die Bezeichnung „AAA“ auf der Bewertungsskala steht für die beste Einstufung der Bonität mit dem geringsten Ausfallrisiko. Eine Einstufung „D“ dagegen, für eine sehr schlechte Finanzkraft, auch Ramsch („Junk“) genannt, bei der ein Zahlungsausfall vorprogrammiert ist.

Erst seit der Finanzkrise 2008 haben sich Ratingagenturen in das Bewusstsein der Menschen eingebrannt. In der großen Flut der täglichen Meldungen zu den Finanzmärkten tauchen seitdem immer wieder ihre Namen auf. Die ältesten „Großen Drei“, wie sie fast ehrfurchtsvoll genannt werden, sind S&P, Moody`s Investors Service und Fitch. Zu glauben, ihre Bewertungen seien unabhängig, wäre naiv, warnen ihre Kritiker. Einem Geschäftsmodell, bei dem der Auftraggeber für eine Bewertung Geld zahlt, und sich in einigen Fällen sogar beraten lässt, wie er faule Kredite für eine gute Bewertung am besten kaschiert, fehle es an Glaubwürdigkeit und Seriosität, begründen die Kritiker weiter ihre mahnende Haltung. Dagegen bemängeln Politiker aller Couleur die strengen Bewertungen, die die Sparbemühungen der Problemländer wie zum Beispiel Griechenland, Italien oder auch Portugal zu wenig in ihre Beurteilungen mit einfließen lassen. Gerade sie bräuchten Nachsicht und feinfühlige Behandlung, die im Sinn aller EU-Staaten und für das gemeinsame Europa so wichtig wären. Wie wahr!

In einem anderen Licht erscheint da das „Triple A“-Rating“ der rekordverschuldeten Vereinigten Staaten von Amerika. Obwohl die Kreditwürdigkeit der USA bei einer Gesamtstaatsverschuldung von 21 Billionen US-Dollar - das entspricht einer pro Kopf Verschuldung von 65.768 US-Dollar und einem sekündlichen Anstieg von  5.393 US-Dollar - auf der Kippe steht, machen die Ratingagenturen keine Anstalten, die USA knallhart nach Sachlage zu bewerten. Selbst mit dem Wissen, dass ein Ende des Schuldenwahnsinns des größten Schuldenmachers USA mittelfristig nicht in Sicht ist, gehen sie mit den USA ungleich pfleglicher um, als mit anderen, vordergründig weniger wichtigen Staaten dieser Erde. Ein Verhalten, das keinem nützt. Am allerwenigsten den USA. -

Übrigens, alle drei Ratingagenturen haben ihren Sitz in den USA. Ein Schelm, wer Schlechtes dabei denkt, wenn Auftraggeber-Geld das Schicksal von Volkswirtschaften maßgeblich entscheiden kann.

Jetzt hat sogar die Kirche Stellung bezogen, in persona des neunten Abtprimas der benediktinischen Konföderation Notker Wolf. Er missbilligt nicht nur die Macht der Ratingagenturen, er kritisiert viel mehr das erschreckende und für viele vernichtende Ergebnis der Willkür zur Fehleinstufung dieser angeblich „externen Gutachter“. Dieser Meinung schließen sich auch immer mehr skeptische Finanzmarktforscher an. Für Ratingagenturen eine brisante Entwicklung. Für Staaten, die seriöse Schuldenpolitik betreiben, ein Silberstreif am Himmel mächtiger Selbstdarsteller.

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Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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