17.12.2018

„Wer rausgeht, muss auch wieder reinkommen …“

„Wer rausgeht, muss auch wieder reinkommen …“
Herbert Wehner (* 11. Juli 1906 in Dresden; † 19. Januar 1990 in Bonn) 

Man schreibt den 13. März 1975, als der SPD-Fraktionsvorsitzende Herbert Wehner im damaligen Bonner Bundestag eine Rede über Terrorismus hält. Seine Ausführungen kommen bei der CSU/ CSU-Fraktion gar nicht gut an. Sie verlassen geschlossen den Plenarsaal. Wehner reagiert erbost und pöbelt lauthals den legendären Satz „wer rausgeht, muss auch wieder reinkommen“ ins Plenum. –

Beim Betrachten der jüngsten Zeitgeschichte kommt man nicht umhin, dieses geschichtsträchtige Pöbelfragment vergangener Tage eins zu eins auf die FDP zu übertragen. Waren es nicht die Liberalen um Mitternacht des 19.11.2017, die, mir nichts, dir nichts, aus den Sondierungsgesprächen für eine Jamaika-Koalition getürmt sind um besser gar nicht als schlecht zu regieren? Ja, genau, die Damen und Herren um den Parteichef Christian Lindner sind aufgestanden und einfach gegangen. Wie sich im Nachhinein herausstellte, fällt ihnen ihr Nein oder besser, ihr Regierungsunwillen, bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit auf die Füße. Und man merkt ihnen an, wie gerne sie auf den selbigen wieder reinkommen würden. Rein ins aktuelle politische Geschehen. Aber zum jetzigen Zeitpunkt sind die „Fahnenflüchtigen“ nicht gefragt. Ihre FDP-typischen Themenfelder wie Bürgerrechte, Finanzen und Wirtschaft und Digitales werden mittlerweile von anderen besetzt. Von denen, die nicht gegangen sind. Ein Dilemma, dass sich jeder vor Augen halten sollte, der, aus welch honorigen Gründen auch immer, den Raum verlassen will. –

Gold stößt auf weitaus mehr Interesse. Das wohl bekannteste Edelmetall für Anleger ist als Krisenmetall zurück und hat die Marke 1.240 US-Dollar je Feinunze überschritten. Weitere Informationen erhalten Interessenten auf www.edelmetallshop.com

Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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