19.12.2018

Frankreichs Gelb Westen- Bewegung zerstört Macrons heile Europa-Visionen

Frankreichs „Gelb Westen“- Bewegung zerstört Macrons heile Europa-Visionen

Seine selbst bezeichnete progressive soziale Bewegung „En Marche“ brachte ihn im Frühjahr 2017 völlig unerwartet an die Macht. Für den Pro-Europäer Emmanuel Macron, der so gut wie nichts anderes kennt als Erfolg, ein augenscheinlich ganz normaler Vorgang, eine Selbstverständlichkeit, jüngster Staatspräsident in der Geschichte Frankreichs geworden zu sein. Seine Gegenspielerin in der Stichwahl, die Front-National-Vorsitzende und „braune“ Lichtgestalt Marine Le Pen, unterliegt ihm klar. Andere etablierte Politiker schickte er mit seinem fulminanten Wahlsieg reihenweise in die Arbeitslosigkeit.

Ein nervöses Europa und die ganze Welt blickten fasziniert auf die neugeborene Lichtgestalt. Verbunden mit der Hoffnung, die Krise der schwächelnden Europäischen Union abzuwenden und durch seine angedachten Reformen die immer lauter werdenden Rechtsextreme und Populisten in Europa spürbar zu schwächen.

Einem Sonnenkönig gleich präsentierte Macron wenige Monate später mit Pathos und Überzeugungskraft in seiner pompös zelebrierten Sorbonne-Rede, Frankreichs Wunschzettel an Europa, aber auch an seine Landsleute. Alle klebten wie paralysiert an seinen Lippen. Sein Habitus gleicht dem eines umjubelten Heilsbringers. Aber es häufen sich Situationen und Begegnungen, in denen Macron seine anerzogene Leichtigkeit in unerträgliche Arroganz ausufern lässt. Und genau das scheint dem Ex-Wirtschaftsminister, -Investmentbanker und Rothschild-Intimus gerade auf die Füße zu fallen. Seine Arroganz gepaart mit linksliberaler Besserwisserei. Eine Gattung, die beim „Normalfranzosen“ alles andere als erwünscht ist. Sie ist eher verrufen! Da hilft ihm auch nicht das unbestrittene intellektuelle Niveau eines Spitzenpolitikers. Und auch kein Zeugnis irgendwelcher Eliteschulen.

Es geht längst um alles

Wenn es im Präsidentschaftswahlkampf Macron unter anderem gegen die „braune Brut“ ging, hat er es jetzt mit den sogenannten „Gelbwesten“ zu tun, die sich in Windeseile über die sozialen Netzwerke organisiert haben. Sie werfen ihm Reichenpolitik und soziale Ungerechtigkeit vor. Wer die Spritsteuern erhöht und die Vermögenssteuer abschafft, so ihr einhelliges Credo, hat mit „denen da unten“, dem normalen Volk,

das mehr auf das Ende des Monats als auf das Ende der Welt fixiert ist, nicht wirklich was am Hut. Ihre Kampfansage an die Eliten ist ernster denn je. Obwohl die Demonstrationen wöchentlich in anarchieähnliche Gewaltexzesse ausarten, glaubte Macron lange Zeit, das Problem aussitzen zu können. Mittlerweile ist er zu Zugeständnissen bereit, lässt sie aber von anderen verkünden. Aber das Eingehen auf die Anfangsforderungen allein reicht den „Gelbwesten“ nicht mehr aus. Sie erwarten eine Antwort. Und zwar von ihm, dem Präsidenten, der doch alles so anders und sozialer gestalten wollte als seine Vorgänger im Amt. Der Ruf nach Neuwahlen wird lauter und die ausartenden Proteste richten sich nun auch gegen ihn als Person. -

Es ist dunkel geworden um die Lichtgestalt im Élysée-Palast. Während Rauch und Tränengas durch die Stadt der Liebe wabern, sollte sich aber nicht nur der Präsident infrage stellen, sondern auch die, denen Macron die Hand entgegengestreckt hat. Vielleicht war er ja doch klug genug zu wissen, dass seine Reformen im Innern nur mit der Hilfe Europas zu schaffen ist. Deutschland, auch du bist jetzt gefragt. –

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Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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