08.01.2019

Der EURO, die D-Mark, der Dollar und das Gold

Der EURO, die D-Mark, der Dollar und das Gold

Am 1. Januar 2002 konnten die Menschen in 12 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) den Euro als Bargeld in ihren Portemonnaies bewundern. Als sogenanntes „Buchgeld“ hatte der Euro bereits 1999 Einzug in die Geldgeschäfte der europäischen Banken gehalten. Mit Datum der Einführung des Bargeldes in Münzen und Scheine erloschen die nationalen Währungen als Zahlungsmittel. Somit war auch die geliebte D-Mark - das Aushängeschild des „Deutschen Wirtschaftswunders“ der 1960-er Jahre - als gesetzliches Zahlungsmittel Geschichte.

Dass der Euro-Kurs bei exakten 1,195583 DM festgelegt wurde, ist nicht wahllos geschehen, sondern entstammt seinem Vorläufer, dem European Currency Unit (ECU), einer europäischen Währungseinheit, auf dessen Ebene europäische Banken seit 1979 rechnen. Die Frage, warum der Euro ungefähr 2 D-Mark wert ist und nicht 5 oder 20 D-Mark liegt daran, dass schon der Vorgänger des ECU, die Europäische Rechnungseinheit (ERE) bereits in den 1970-er Jahren in Parität zum Dollar definiert wurde.

Für die Deutschen war die Einführung des Euro keine Liebesheirat. Von „Teuro“ war die Rede. Hätten sie abstimmen können, wäre die Beibehaltung der D-Mark eine eindeutige Entscheidung gewesen. Dabei bringt der Euro mehr Vor- als Nachteile.

Dass der Euro der weltweiten Leitwährung „Dollar“ Paroli bieten kann, ist sich der Mitinhaber des Berliner Edelmetalldienstleisters valvero Sachwerte GmbH, Thomas Straub, absolut sicher. „An den Terminbörsen wird Gold zwar in Dollar gehandelt, deutsche Anleger, die physisches Gold kaufen, interessiert aber der Goldpreis in Euro, erklärt Straub. „Für sie ist das die konvertierbare Währung im Verkaufsfall“, fährt der valvero-Chef fort. Und er belegt seine Pro-Euro-Einstellung damit, dass der Dollar in einem Zeitraum von 10 Jahren (1999-2009) mehr Kaufkraft eingebüßt hat als der Euro. Und zwar satte 20 Prozent. „Mit den Zahlen muss der Euro den Vergleich mit der „heißgeliebten“ D-Mark nicht scheuen“, so der Edelmetallfachmann.

Geht man weiter ins Detail, kommen die Euro-Skeptiker ins Grübeln. Ihnen fällt nämlich ein, wie einfach reisen ins europäische Ausland geworden ist, ohne mit Dutzenden Währungen hantieren zu müssen. Deutsche Unternehmen schätzen schon lange den etwas schwächeren Euro im Vergleich zur D-Mark. Sie können ihre starke Wirtschaft im Euro-Raum wesentlich deutlicher ausspielen und profitieren von niedrigen Zinsen und günstigen Refinanzierungen. Auch sorgt der Euro für vorteilhafte Wechselkurse.

Und doch schlittert der „ungeliebte“ Euro von einer Krise in die nächste. Nachdem Deutschland und Frankreich (2004) gegen die im Maastrichter-Vertrag verankerten Stabilitätskriterien für die Europäische Währungsunion erstmalig verstoßen haben, glauben viele Mitgliedstaaten und Bewerber, auch sie könnten mit falschen Wirtschaftsdaten die eingezogenen roten Linien überschreiten. Es sind die Dauerverstöße, die den Euro immer wieder in schwere Lebenskrisen stürzen.

Die Beitrittskriterien des Maastrichter-Vertrags sehen einen möglichst stabilen Euro vor. Die strengen Bedingungen liegen in den Bereichen Haushaltsdefizit, gesamtstaatliche Verschuldung, Inflationsrate, langfristige Zinssätze sowie ein stringenter Umgang mit der Währung.

Obwohl sich der Euro zur zweitmeist gehandelten Währung der Welt entwickelt hat - hinter dem US-Dollar - haben 9 von 28 Staaten der Europäischen Union (EU) den Euro nicht eingeführt. 340 Millionen von 510 Millionen Bürgerinnen und Bürgern in 19 Ländern leben mit dem Euro. Einige fremdeln aber immer noch mit ihm.

Anleger in Edelmetalle fremdeln mit ihrer Vorsorge nicht. Sie haben Vertrauen in physisches Gold, Silber und Co. und wissen um ihren starken Aufwärtstrend. Dennoch rät Thomas Straub von der valvero Sachwerte GmbH, Neueinsteigern, aber auch erfahrenen Anlegern, einen zertifizierten Edelmetallhändler wie die valvero Sachwerte GmbH

Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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