16.01.2019

Pflegt mir bloß den deutschen Steuerzahler

Pflegt mir bloß den deutschen Steuerzahler

Florierende Unternehmen wissen, was sie an ihren Mitarbeitern haben. Sie sind neben einer klugen und weitsichtigen Geschäftsführung eine der tragenden Säulen erfolgreicher Unternehmen. Wenn man so will, unverzichtbar. Für Patienten sind qualifizierte Ärzte unverzichtbar, für gute Mobilität ein breitflächiges Verkehrsnetz, für gute Vorsorge ein seriöser Anlageberater.

Transponiert man die Unverzichtbarkeit auf den Staat, kommt man spontan nur zu einem Ergebnis, den Steuerzahler. Für den Staat eine unverzichtbare Größe. Und nicht nur zur Aufrechterhaltung von Infrastruktur und Co. Nein, auch als Euro-Zulieferer für Fässer ohne Böden. Wenn alle anderen Quellen versiechen, auf den Steuerzahler ist Verlass. So geschehen bei der Wiedervereinigung und auch bei dem leidigen Thema dieser Tage, der Bankenrettung.

Zehn Jahre nach der Lehman-Pleite ist der Umfang der Kredite und Kapitalspritzen für deutsche Banken, die dadurch unter Druck geraten sind, weitestgehend unbekannt. Ein vorläufiges und nebulöses Fazit verschiedener Finanzexperten spricht von 59 Milliarden Euro. Es könnten aber auch 68 oder noch mehr Milliarden Euro sein. Könnten, weil die gemutmaßten Zahlen noch nicht die Kosten für staatliche Konjunkturpakete, für Unternehmensentlassungen, für die Eurokrise, so wie niedrige Zinsen, steigende Miet- und Immobilienpreise und die Probleme bei der Altersvorsorge enthalten. Auf gut Deutsch: Die Bankenkrise ist längst nicht vorbei.

… und wieder nichts gelernt?!

Da kommt auch schon die nächste Hiobsbotschaft für die unverzichtbaren deutschen Steuerzahler. Mayday, Mayday hallt es aus der Commerzbank, jener Bank, die der Bund schon vor zehn Jahren mit 18,2 Milliarden Euro „Steuerzahlergroschen“ vor dem Zusammenbruch bewahrt hat. Wie es scheint, umsonst. Denn zwischenzeitlich ist die Commerzbank - eines der Gründungsmitglieder des Dax - in die 2. Börsenliga abgestiegen. Bewertet mit nur noch mickrigen 7,5 Milliarden Euro. Im Vergleich sei SAP erwähnt mit einem Unternehmenswert von 104 Milliarden Euro.

Bei schrumpfenden Margen und sinkenden Erträgen tendiert das Vertrauen der Anleger in die Commerzbank gen Null. Der heutige Anteil des Bundes gleicht einem Desaster. Er ist auf magere 1,2 Milliarden Euro (15,6%) zusammengeschrumpft.

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ein Trost in Worten, den sich der Bund anscheinend als größter Einzelaktionär in Sachen Commerzbank auf die Fahnen geschrieben hat. Ein derzeitiger Aktienverkauf - bei einer bescheidenen, bis desaströsen Dividende von 20 Cent in 2018 - hieße Verluste machen in Milliardenhöhe. Und das müsste man „im Normalfall“ dem Steuerzahler erklären. Also auch dem Wähler. Aber da ist ja ein Silberstreif am Horizont. Ein kleines Pflänzchen Überschuss von 752 Millionen Euro der ersten neun Monate in 2018. Und schon fabuliert der deutsche Finanzminister der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt über eine Fusion der kränkelnden Deutschen Bank mit der schwerkranken Commerzbank zu einem gesunden und international wettbewerbsfähigen Bankhaus. Dass derartige Schnapsideen - anders kann man sie nicht bezeichnen - meist von sozialdemokratischen Finanzministern und deren Umfeld kommen, ist kein Zufall. Zeigt die Geschichte doch, dass die SPD und ihre jeweiligen Granden mit Geld nie so recht umgehen konnten. Ach ja, und solange das und andere Wunschvorstellungen nicht der Realität zugeführt werden können, hat der unverzichtbare deutsche Steuerzahler wieder einmal mit Zitronen gehandelt. Und bestimmt nicht das letzte Mal. Wetten, dass?

Ungleich gesitteter präsentiert sich der Edelmetallmarkt. Gold und Silber sind eine beliebte Absicherung gegen Vermögensverfall. Anleger haben das längst verinnerlicht. Detail-Informationen finden Sie auf www.edelmetallshop.com der valvero Sachwerte GmbH in Berlin.

Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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