20.02.2019

Münchner Sicherheitskonferenz - Ideenschmiede gegen den Worst Case oder doch nur Bla Bla Blupp?

Münchner Sicherheitskonferenz - Ideenschmiede gegen den Worst Case oder doch nur „Bla Bla Blupp“?

Seit 1963 trifft man sich regelmäßig, und mittlerweile zum 55. Mal im beschaulichen München, um die Probleme dieser Welt mit einer treffenden Headline auf den Tisch zu bringen.

Man, das sind mittlerweile 600 geladene Gäste, wie Staatspräsidenten, Internationale Sicherheitspolitiker, Botschafter, Vertreter der Rüstungsindustrie und hochrangige Militärs aus 35 Ländern, die auf der Münchener Sicherheitskonferenz ((englisch Munich Security ConferenceMSC) Lösungen suchen, nach zum Teil selbst inszenierten Katastrophen.

Die Liste der Streitpunkte ist so lang, wie die theatralisch vorgetragenen Zusagen der vielen „Mr. und Mrs. Wichtig“ der Weltpolitik ehrlich sind. Es geht um Lastenverteilung in der NATO, den Abzug amerikanischer Soldaten aus Syrien und Afghanistan, die neuerliche Kündigung des INF Vertrages zwischen USA und Russland, den Iran-Deal, die Pipeline Nord Stream 2, den leider nur noch von einigen, wenigen Staatenlenkern beschworenen Multilateralismus, den weltweit angezettelten Handelskrieg der USA mit allen und jedem, so wie die unendliche und bedrückende Never-Ending-Story „Trump“. Einer, der die Verfassung für seine „Mauerphobie“ zerschreddert, und für den ausgehandelte Verträge augenscheinlich ein Gräuel sind. -

Es gibt auch Lichtblicke

… in persona einer ganz anderen diplomatische Größe seiner Zeit, wie den Chef der Münchener Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger. Er bringt das „System der Beziehung der Länder dieser Welt“ im Jahr 2019 ruhig, aber dennoch besorgt wirkend, auf den Punkt. „Es sei“, so Ischinger wörtlich, „kaputt“. Sein Klartext im Sinne von „lasst uns genau aus dem Grund des bitteren Fazits endlich wieder miteinander sprechen und gemeinsam handeln“, lässt die restliche Welt nicht ganz hoffnungslos zurück. Seine Bitte ist ein wohltuender Silberstreif am Erdenhimmel. Leider aber auch nicht mehr!

Die populistischen Töne und Gebärden reißen dennoch nicht ab, …

… wie die des US-amerikanischen Vize-Präsidenten Mike Pence, der immer noch auf dem Trip ist, dass Ost und West nicht zusammengehören und ein Europa, das mit Russland anbändele, um sein Energiebedarf zu sichern, solle nicht dem Irrglauben verfallen, dass Amerika weiterhin für seine Sicherheit zuständig sein müsse. Die Logik sei im Zeitalter von „America first“ mit dem gewählten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika nicht vereinbar und längst überholt.

„Die vielen Bruchlinien und Verwerfungen, die sich in den letzten Jahren an allen Ecken und Enden dieser Welt aufgetan haben, machen deutlich, wie dringend die Welt einen wie Trump benötige, um wieder in klarere Gewässer zu gelangen“, fuhr Pence unbeirrt fort. Dass seine Vorrednerin, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, genau das Gegenteil von Protektionismus zur Lösung brisanter Weltprobleme einforderte, störte den Mann aus Indiana nicht, der in jedem zweiten Satz seinen Präsidenten heiligsprach.

Russlands Außenminister Lawrow hat solche Lobhudeleien auf seinen Chef Putin nicht nötig. Er beschreibt in einem Satz wie Europa die Chance auf eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Russland verspielt habe. Punkt. Deutlicher kann man seine Unlust auf Frieden nicht kundtun. Dass der Iran als i-Tüpfelchen der Konferenz die „bösartige Besessenheit“ der USA geißelt, liegt in der Natur der Sache. Zeigt aber einmal mehr, an welcher Schwelle sich die Menschheit im Jahr 2019 befindet. -

Fazit der Münchner Sicherheitskonferenz:

Auf, auf zum neuerlichen Wettrüsten! - Kapitalanleger in Edelmetalle werden die Entwicklungen in der Weltpolitik sehr aufmerksam verfolgen. Je unsicherer die politische Lage, desto größer die Bestätigung, sich richtig entschieden zu haben. Informationen zu Gold, Silber & Co. erteilt die valvero Sachwerte GmbH, Berlin.

Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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