02.03.2019

Gold 2018 - Wertentwicklung der letzten zwölf Monate

Gold 2018 - Wertentwicklung der letzten zwölf Monate

Allgemeines

Der aktuelle Goldpreis resultiert aus einem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage an den Rohstoffmärkten. Gehandelt wird Gold in der Standardeinheit US-Dollar je Feinunze (31,103 Gramm).

Gold ist nicht nur für seine konstant bleibende Kaufkraft bekannt, es dient auch als Teuerungsmaßstab beziehungsweise als Inflationsbarometer. -

Während die großen Weltwährungen in den letzten 20 Jahren merklich an Kaufkraft verloren haben - der US-Dollar 79%, der EURO 74%, der Schweizer Franken 65% und das britische Pfund sogar 82% -, tut sich Gold mit einer gleichbleibenden Kaufkraft hervor. Was vor hunderten von Jahren galt, gilt heute immer noch: Gold gibt Sicherheit. Für Anleger und Investoren der beste Beweis, dass Gold die klügste Absicherung gegen den Wertverlust von Papiergeld ist. Gold ist bares Geld und somit gesetzliches Zahlungsmittel. Im afrikanischen Simbabwe ebenso, wie im südamerikanischen Ecuador.

Die wichtigsten Einflüsse auf den Goldpreis

Das an internationalen Börsen in US-Dollar gehandelte Edelmetall „Goldunterliegt stetigen Schwankungen. Die Gründe dafür sind vielfältig:

Angebot und Nachfrage, Käufe und Verkäufe, aktueller Ölpreis, Zinssätze, Spekulationen, unterschiedliche Goldfördermengen, wirtschaftliche Krisen, Angst vor Inflation, politische Unruhen, kurzfristige Ereignisse -

Hinzu kommt, dass die unterschiedliche Bewertung des Edelmetalls anderer Landeswährungen - wie beispielsweise im Euro - eine Veränderung der Wechselkurse herbeiführt. Dieser Faktor muss immer auch in die Einschätzung einer Wertentwicklung miteinbezogen werden, wenn man den Wert von Gold unter die „Langzeitlupe“ eines Jahres nimmt.

Dass zudem ein starker Dollar den Goldpreis drückt, und ein schwacher ihn nach oben treibt, rundet die Vielzahl der auf die stetigen Schwankungen des Goldpreises Einfluss nehmenden Faktoren ab. Sie alle sind einzeln und in der Summe maßgeblich an der hohen Volatilität des Goldpreises beteiligt. So ist bei der Bemessung des Goldpreises in einer bestimmten Währung nicht immer der ansteigende Wert einer Unze maßgeblich, sondern der Wertverlust der jeweiligen Währung.

Was geschah im „Goldkursdenkwürdigen“ Jahr 2018?

Das Jahr 2018 war ein Gold-Jahr, das für Börsianer, Analysten und Anleger gleichermaßen Überraschungen parat hatte. Es ging in die eine, aber auch in die andere, höchst „abenteuerliche“ Richtung. -

Nachfolgend sind die unterschiedlichen Goldpreise und ihre Entwicklungen in US Dollar pro Unze und Euro pro Unze des Jahres 2018 nachempfunden. -

Goldpreisentwicklung in US-Dollar pro Unze

Amerika verfolgte im letzten Jahr eine sehr restriktive Geldpolitik. Diese bestand aus einer mehrmaligen Erhöhung des Leitzins` um jeweils 0,25 Prozent (25 Basispunkte), der Verkürzung der Bilanz, sowie durch den Verkauf von Staats- und Unternehmensanleihen, die dem Markt monatlich über 50 Milliarden US-Dollar entzogen.

Die Konsequenz daraus - bei gleichzeitig boomenden Aktienmarkt - war ein erstarkter US-Dollar.

Zum Jahresanfang 2018 lag der Goldpreis bei 1.358,50 US-Dollar je Feinunze, (in der Jahresmitte: 1.302,22 US-Dollar). Als letzten Kurs 2018 notierte 1 Feinunze Gold bei 1.280,75 US-Dollar. Übrig blieb ein „kleines Minus“ (1,5 Prozent; 20 US-Dollar) für den Goldpreis in US-Dollar. Insgesamt zeigte sich Gold aber wieder einmal relativ stark.

Goldpreisentwicklung in Euro pro Unze

Die vielen Krisenherde Europas erforderten in 2018 wieder einmal ein Festhalten an der „lockeren Geldpolitik“. Die Zinsen wurden bei 0,0 Prozent gehalten. Die Ende 2018 auslaufenden Anlagekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) zeigten nicht den gewünschten Effekt, das Kreditgeschäft und die Konjunktur in der Euro-Zone zu beleben. Der Euro verlor an Wert um 5,5 US-Cent. Somit konnte sich der Goldpreis in Euro besser entwickeln als in der US- Währung mit dem erstarkten Dollar.

Der Goldpreis in Euro notierte im Januar 1.103,81 EUR (in der Jahresmitte 1.124,98 EUR). Der letzte Kurs im Dezember pendelte sich bei 1.119,42 EUR je Feinunze ein. Eine, wenn auch kleine positive Entwicklung des Goldpreises, im Gegensatz zur US-Währung. -

Fazit:

Gold behält seinen Ruf als unverwüstliche Krisenwährung. Zudem ist die Blase der Kryptowährungen geplatzt, die „Kryptomanie“ gescheitert. Die Trendwende zu einem Bullenmarkt (ansteigende Kurse) ist unübersehbar.

Fachliche Auskünfte erteilt die valvero Sachwerte GmbH in Berlin.

Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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