10.04.2019

Edelmetalle im Comeback-Modus

Edelmetalle im Comeback-Modus

Was sich aus der Berg- und Talfahrt des konträr verlaufenden Goldpreises 2018 entwickelt hat, verwundert nicht nur Klein- und Privatanleger. Auch die positivsten Analysten und Experten registrieren einen kontinuierlichen Preisanstieg des allseits begehrten Edelmetalls Gold. Auf den Punkt gebracht kann es also nur heißen:

"Gold is back" 

In Zeiten zahlreicher politischer und geopolitischer Krisenherde setzen Anleger wieder vermehrt auf physische Goldanlagen. In Deutschland ist die Nachfrage speziell nach Münzen und Barren groß. Erstmals nach 10 Monaten (Juni 2918) überspringt der Goldpreis die 1.300 USD-Marke. Der aktuelle Goldpreis je Feinunze (31,1 Gramm) liegt bei 1.318,29 USD; Stand: 27.03.2019. Der weitere Auftrieb von Gold hängt auch maßgeblich vom Ausgang der sich zähflüssig hinziehenden Brexit-Abstimmung ab - mit dem Horrorszenario eines ungeregelten, harten Brexit, so wie von den anstehenden Verhandlungen im US-chinesischen Handelskonflikt, der Venezuela-Krise und der Sorge vor einer größeren und globalen Wachstumsschwäche. Aufgrund dieser wirtschaftspolitischen Gemengelage halten einige Marktexperten es für sehr wahrscheinlich, dass Gold 2019 mehr als ein laues Lüftchen einer Renaissance erfolgreicher Goldjahre wird. Die Vielzahl der Risikofaktoren sprechen eine deutliche Sprache, dass verunsicherte Anleger wieder den sicheren Hafen Gold ansteuern werden, um Ihr Erspartes möglichst sicher anlegen zu können. Und wenn es um eine "sichere" Anlage geht, ist das gelbe Edelmetall noch immer die Nummer eins. 

Einen zusätzlichen Schub erhält Gold durch weitere Goldkäufe der Notenbanken. Sie bergen den Charakter einer politischen Antwort die den US-Dollar "leiden" lässt und dadurch den Goldpreis beflügelt. Diese zusätzliche Hilfe der Notenbanken stützt die gute Goldpreisprognose für ein "goldiges" Jahr 2019.

Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin

 



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