19.04.2019

Gold 2019 - Die Rückkehr einer stabilen Anlageklasse

Gold 2019 - Die Rückkehr einer stabilen Anlageklasse

Sein Jahrestief erlebte Gold im August 2018. Der Goldpreis je Feinunze (31,1 Gramm) lag bei 1.174,16 US-Dollar (1016,28 EUR).

Ja, der Goldpreis je Feinunze in US-Dollar gerechnet sank im abgelaufenen und turbulenten „Goldjahr 2018“ um etwa 5 Prozent. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Gold 2018 in Euro notiert im Plus lag (0,35 EUR). -

Die Fachwelt ist sich einig: Die Preisdelle von Gold in US-Dollar notiert - im zweiten und dritten Quartal des letzten Jahres - gehört dem Gestern an und scheint nahezu vergessen zu sein.

Die neuerliche Goldpreis-Entwicklung spricht eine klare Sprache pro Gold-Investition. Aber was ist das richtige Investment, die richtige Anlageklasse? Derivate, ETFs, Fonds, Goldminenaktien oder physisches Gold? Das Spekulative oder das Sichere? Das kurzfristige oder das langfristige Halten von Gold? Die Antwort auf die Frage, was das Anlageziel ist kann vom Anleger oder Investor nur individuell gegeben werden.

"Spekulationsgold" -Anleger - Mit Gold-Investment ins Risiko

Spekulativ getriebene Goldankäufer die mithilfe von Futures auf steigende oder fallende Goldpreise wetten, wollen eine schnelle und hohe Rendite. Sie kalkulieren das Risiko ein, immer wieder mal das Nachsehen zu haben. So geschehen, als im Letzten Jahr die pessimistischen Spekulanten auf niedrige Notierungen setzten. Erst als Börsenturbulenzen das Edelmetall wieder interessant machten, verpufften die Wetten im Lager der so genannten „Short-Spekulanten. Sie sind mittlerweile umgeschwenkt und vergrößern das Lager der „Long-Spekulanten“ mit dem Effekt, dass der Goldpreis einen weiteren Schwung erfährt. Stand jetzt, 27.3.2019: 1.318,29 USD (1.161,95 EUR). -

Physisches Gold - Die sichere Anlagenvariante

Anleger, die sich 2019 für physisches Gold als Kapitalanlage entscheiden und/ oder möglicherweise ihr Portfolio um Gold erweitern möchten - sei es in Form von Münzen, Barren oder Schmuck -, bekommen von den diversen Krisenherden dieser Welt fast schon eine automatische Vorlage serviert, mit der Bestätigung, richtig zu handeln. Physisches Gold steht für „Beste Absicherung“ gegen Risiken wie eine sich anbahnende Inflation oder einen Finanzcrash. Für den Liquiditätserhalt werden kleinere Stückelungen von Goldbarren und -münzen (Bullionmünzen) empfohlen. Eine gute Mischung ist angeraten und je nach Größe des abzusichernden Vermögens unterschiedlich. -

Fazit:

Experten erwarten einen langsamen, aber dafür gesunden Goldpreisanstieg zwischen 1.240 US-Dollar als mögliche Unter- und 1.370 US-Dollar als mögliche Obergrenze. Tritt eine weitere Stabilisierung der positiven Meinung zu Gold ein, so die Fachwelt, kann diese Entwicklung ohne weiteres in einem fulminanten Aufwärtstrend münden, der einen Goldpreis leicht über der Marke von 1.450 - 1.500 US Dollar im Licht erscheinen lässt. Der Trend ist also „bullisch“ und steht für anhaltend steigende Kurse. Aber auch außerhalb von Analysten- und Expertenräumen verzeichnen die Umfrageergebnisse für Gold einen positiven Trend. Über 50 Prozent der Befragten sehen den Preis für das goldige Edelmetall mittelfristig steigen.

Dennoch: Trotz aller positiven Aussichten bei Gold haben Prognosen immer auch den Charakter eines Blicks in die Kristallkugel.


Der gute Rat für Anleger: Der Goldanteil in einem robusten Depot sollte je nach individueller Vermögensstruktur zwischen 10 und 15 Prozent liegen.

Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin
 



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