27.08.2019

Gold vererben - Wissenswertes für Erblasser und Erben

Edelmetalle sind seit jeher ein beruhigendes Instrument der Wertaufbewahrung und Geldanlage. Ob Gold, Silber, Platin und Palladium - sei es als Schmuck, Münzen oder Barren - physisches Edelmetall ist ein materielles Sachvermögen, das gerne vererbt und auch gerne geerbt wird. Ein Nachlass in Form von Familienschmuck, Münzen oder Barren muss unter gesetzlichen Bestimmungen vollzogen werden. Hierbei geht es um die Bewertung des Erbschmucks ebenso, wie um die Meldepflicht der Anlagewerte gegenüber dem Finanzamt. 

Edelmetalle zu vererben ist eine sinnvolle Entscheidung. Physisches Gold oder Silber speichert das Vermögen für die Nachkommen. Bei der Vererbung von Edelmetallen verhält es sich wie bei der Vererbung von Sachvermögen oder Geld. Wie Geld von Konto zu Konto überwiesen werden kann, können auch Gold und Silber durch Transaktionen von Depot zu Depot übertragen oder physisch diskret ausgehändigt werden. 

 

Die Erbschafts- und Schenkungssteuer richtet sich nach dem persönlichen Verhältnis (in drei Steuerklassen eingeordnet) von Erwerber und Erblasser. Schenkungen an Verwandte ersten Grades wie Ehepartner (500.000 Euro) oder Kinder (400.000 Euro) im Sinne der Steuerklasse I haben nach § 16 Abs. 1 Nr. 1, 2 Erbschaftssteuergesetz (ErbStG) großzügige Freibeträge, Personen der Steuerklassen II nach § 16 Abs. 1 Nr. 5 ErbStG dagegen „nur“ 20.000 Euro. Eine so genannte sachliche Steuerbefreiung wie sie für bewegliche körperliche Gegenstände oder Hausrat gesetzlich vorgesehen ist, gibt es für Edelmetalle nicht. (§ 13 Abs. 1 S. 1 ErbStG). 

Der Erblasser sollte die zukünftigen Erben darüber informieren, wo das physische Edelmetall lagert. Eine Aufzeichnung, die dem Testament beigefügt ist, klärt auch diesen Punkt einer Erbschaft ohne große Mühen.



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