31.10.2019

Silber, Platin und Palladium

Wie groß ist der Schatten von Gold?

Über Jahrtausende hinweg bestimmt Gold das Bild der Edelmetalle. Alles, was sich hinter Gold in die Erfolgsspur einreiht, muss die Einmaligkeit des mystisch gelb schimmernden Edelmetalls neidlos anerkennen. Gold ist Geld, Gold ist Währung, Gold ist endlich und rar, und aus den genannten Gründen auch weltweit begehrt. 

Auch wenn Gold sich seines einmaligen Erfolges zukünftig sicher sein kann die Spitzenposition im Segment der Edelmetalle niemals abgeben zu müssen, so haben die im Schatten des Goldes verweilenden Edelmetalle Silber, Platin und Palladium an Bedeutung mächtig aufgeholt. Sie werden zwar immer noch oberflächlich die „kleinen Brüder von Gold“ genannt, gewinnen aber aufgrund ihrer wirtschaftlichen Vorzüge in der Industrie mehr und mehr an Wichtigkeit. 

Anleger, die ihr Geld in physisches Silber, Platin und Palladium eintauschen, sei es im Münz- oder in Barrenform oder auch in ETCs und Zertifikaten, müssen im Gegensatz zu Gold 19 Prozent Mehrwertsteuer bezahlen. Ausgenommen sind Silbermünzen aus einem Nicht-EU-Land, die einer so genannten „Differenzbesteuerung“ unterliegen. 
 

Bei großer Nachfrage steigen die Preise

Alle Edelmetalle haben ein gutes Jahr. Die Stimmung an den Märkten im laufenden Jahr 2019 sind geprägt von mutigen Investoren, gefallenen Anleiherenditen, einer geringen Wahrscheinlichkeit anstehender Leitzinserhöhungen, sowie einem zuletzt schwächelnden US-Dollar. Edelmetalle werden in Dollar gehandelt und sind für Anleger und Investoren erschwinglicher, wenn der Dollar schwach ist. Und das ist er derzeit. 

1 Euro = 1,1074 US-Dollar; Stand 29.Oktober 11:31 Uhr. (Der historische Tiefstand war 0,8252, sein historisches Hoch lag bei 1,5990).

 

Silber

Silber in Barren- und Münform wird von Anlegern als langfristiges Investment und als perfekte Beimischung zum Anlageportfolio angesehen. Experten sprechen von einer gut durchdachten Risikostreuung (Diversifikation). Silber hat sich im besonderen Maße von der industriellen Nachfrage und im Sog des explodierenden Goldpreises 2019 von einem Durchschnittswert von 15,71 USD je Feinunze (31,103 Gramm) in 2018, auf einen historischen aktuellen Wert von 17,54 USD (15,77 Euro) im Oktober 2019 emporgearbeitet. Aktuell: 17,77 USD (16,00 Euro); Stand 29.Oktober 11:42 Uhr.
 

Platin

Im Gegensatz zu Gold und Silber hat Platin eine kürzere Finanzmarkt-Geschichte. Platinnachfrage und -angebot haben einen eher anfälligen (volatilen) Charakter. Während Platin in der Automobilindustrie eine große Nachfrage genießt, sehen private Anleger das gräulich schimmernde Edelmetall in Form von Münzen oder Barren als eine gute Ergänzung, um Vermögen zu schützen. 

Platin beginnt das Jahr 2019 mit einem Einstiegskurs von 794,00 USD je Feinunze. Nach einem wellenförmigen Frühjahr und Sommer und Kursen um die 830,00 USD und einem starken Septemberkurs von 957,00 USD, fällt Platin im Oktober wieder zurück auf 886,97 USD. Aktuell: 912 USD (823,08 Euro; Stand 29. Oktober 11:43 Uhr. Platin beweist auch in diesem Jahr seine Sprunghaftigkeit nach oben, aber auch nach unten. Nicht wenige Experten erwarten bis zum Jahresende 2019 einen Platinpreis von bis zu 925 USD je Feinunze.

 

Palladium

Äußerlich ähnelt Palladium dem edleren Platin. Die wirtschaftliche Entwicklung der jüngsten Vergangenheit macht das silberweiß glänzende Metall zu einer lohnenswerten Anlage. Seinen kontinuierlichen Aufschwung hat Palladium der großen Nachfrage in der Automobilindustrie zu verdanken. Stichwort: Katalysatoren. Wen wundert es da, dass Palladium den aktuellen Goldpreis von über 1.500 USD in den Schatten stellt. 

Der aktuelle Palladiumpreis steht bei 1.793,50 USD (1.618,63 Euro); Stand 29.Oktober 11:46 Uhr. Palladium ist mit einem riesen Sprung in das Jahr 2019 gestartet. Erstmal wurde die 1.400 Dollar-Marke geknackt. Seitdem eilt Palladium von Erfolg zu Erfolg. Ein Höhenflug mit Ansage.



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