03.12.2020

Welche Form der Gold-Anlage ist für Sie am besten geeignet?

Gold, das wohl begehrteste Edelmetall der Welt, liegt auch im Krisenjahr 2020 vorne, wenn es um werterhaltende Kapitalanlagen geht. Anleger, die ihr Erspartes in Gold eintauschen möchten - ob direkt oder indirekt – haben verschiedene Möglichkeiten. Die Optionen ergeben sich aus den drei bekanntesten Anlageformen, zu denen

- physisches Investment (Barren und Münzen),

- Wertpapiere und Aktien (Gold-ETCs)

- und Kauf von zentral verwahrtem Tresorgold zählen.

Im Folgenden werden die betreffenden Anlageformen näher beschrieben.

1. Physisches Investment (Barren und Münzen)

Anleger, die sich trotz des hohen Goldpreises heute für den Kauf von Goldbarren und/oder -münzen entscheiden, können dies problemlos über Banken oder Edelmetalldienstleister erwerben. Experten raten Anlegern, Barren mit einem hohen Feingoldgehalt von 99,99 Prozent zu kaufen. Bei Münzen verhält es sich ähnlich, auch hier sollen Anleger ebenfalls auf einen hohen Reinheitsgrad wertlegen. Wie etwa die berühmteste aller Goldmünzen, die südafrikanische Krügerrand-Anlagemünze oder die kanadische Maple Leaf.

Anleger haben die Optionen, das eingetauschte physische Gold entweder im eigenen Tresor oder in einem angemieteten Schließfach zu lagern. Physische Goldanleger eint das Verlangen der spürbaren Nähe zu ihrer Goldanlage, auf die sie zu jeder Tages- und Nachtzeit zurückgreifen können. Dafür nehmen sie gerne die Nachteile höherer Kaufgebühren und einer eingeschränkten Sicherheit bei der Lagerung in Kauf.

2. Wertpapiere und Aktien

Diejenigen, die ihren Goldbesitz nicht unbedingt sehen oder fühlen müssen, haben mit goldhaltigen Wertpapieren eine perfekte Alternative zu Münzen oder Barren. Die sogenannten Gold-ETCs (Exchange Traded Commodities) sind börsengehandelte Wertpapiere in der Anlage-Klasse „Rohstoffe“. Anleger sind rechtlich betrachtet nur Gläubiger der ETC-Herausgeber. Dabei besteht das geringe Risiko, dass der Herausgeber insolvent geht. Erfahrungsgemäß lässt sich das Risiko als eher gering einstufen.

Sollte ein Goldminenunternehmen dennoch in die Insolvenz gehen, wird die physische Gold-Anlage im Wert sinken. Dennoch ist das gekaufte Gold aber sicherer als Anleihen wie Rentenpapiere oder Obligationen. Gold-ETCs sind eine gute Beimischung in einem Wertpapierdepot.

Eine Anlage in Rohstoffe ist generell sehr komplex und bedarf einige Erfahrung an der Börse. Das gilt nicht nur für ETCs, sondern auch börsengehandelte Indexfonds ETFs (Exchange-Traded Funds). Gold-ETFs spiegeln die Entwicklung des Goldpreises wider. Der Anleger ist in der komfortablen Situation, von der Goldpreisentwicklung zu profitieren. Gold-ETFs sind für deutsche Anleger nur über das Ausland möglich.

3. Kauf von zentral verwahrtem physischem Gold

Diese spezielle Gold-Anlageform wird auch „Tresorgold“ genannt. Anleger und Investoren - ob privat oder institutionell - erwerben echtes Eigentum an physischem Gold (Goldbarren). Dieses wird in Tresoren von Banken gelagert. Die Gültigkeit der Bestände wird von unabhängigen Prüfungsgesellschaften festgestellt. Bei einigen Anbietern kann sich der Anleger das Gold auch später ausliefern lassen. Die Anlageform Tresorgold bietet eine hohe Liquidität bei gleichzeitig geringen Kosten beim Kauf/Verkauf und bei der Lagerung.

Fazit:

Welche Form die „beste“ von den drei genannten Gold-Anlagen ist, wird von den individuellen finanziellen Möglichkeiten bzw. Anforderungen bestimmt. Der Anleger entscheidet selbst. Wem die Entscheidung schwer fällt, sollte sich professionell beraten lassen.



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