29.01.2021

Allen Prognosen zum Trotz - Gold geht auch 2021 seinen eigenen Weg

Was war das für ein „verrücktes“ Gold-Jahr 2020?

Die Voraussetzungen und Begleitumstände für einen explodierenden Goldpreis hätten besser nicht sein können. Niedrigzinsen, Angst vor Inflation, Handelskriege und natürlich die Coronakrise und den Folgen unkontrollierter Gelddruckpolitik.

 

Was die einen als Anhäufung schlimmer Ereignisse mit katastrophalen wirtschaftlichen Auswirkungen empfanden, entpuppte sich für die Goldpreisentwicklung als wahrer Segen. In fast allen Währungen notierte die Unze Gold (31,103 Gramm) im Jahr 2020 auf absoluten Allzeithochs. Die Rekordjagd beim Goldpreis ging auch jenseits der 2.000 US-Dollar-Marke weiter. Nicht nur Anleger waren gefühlt in einem Goldrausch, auch die Notenbanken deckten sich ungeniert mit Gold ein. Für Investoren und Anleger eine zusätzliche Bestätigung, mit Gold auf das richtige Pferd gesetzt zu haben.

Selbst das kleine Abverkaufstief im November im Zusammenhang mit der Entdeckung des Impfstoffs gegen SARS-CoV-2 lässt die Analysten weiter von Gold schwärmen. Ihre Prognosen für 2021 sind so überzeugend wie in Stein gemeißelt. „Die Goldrallye 2020 geht auch im Jahr 2021 weiter“, so ihr einhelliges Statement.

Aber Gold wäre nicht Gold, wenn es nicht hin und wieder augenzwinkernd klar machte, wie analystenunabhängig seine preisliche Entwicklung sein kann. Und genau das spiegelt den Goldpreis im Januar 2021 wider.

 

Der Goldpreis 2021 hat seine eigene Chart-Vorstellung

 

Gold hat sich verbilligt. Marktbeobachter und Anleger sind gleichermaßen überrascht. Trotz Corona und das Schreckgespenst Inflation, rutscht der Preis für eine Unze Gold Anfang März fast bis auf 1.700 US-Dollar ab. Verglichen mit dem Zenit im August 2020 verliert Gold mehr als 300 US-Dollar. Den Grund dafür sehen Experten vor allem am erstarkten US-Dollar, der das in Dollar gehandelte Edelmetall teurer und somit weniger attraktiv macht.

Abgesehen von den negativen Realzinsen deutet zurzeit wenig darauf hin, was die Bären einbremsen könnte. Der derzeitige Einbruch könnte sich also fortsetzen. „Verluste bis 1.640 US-Dollar und darunter sind zu erwarten“, mutmaßen die gleichen Analysten, die Gold noch vor wenigen Wochen eine weitere Erfolgs-Rallye vorausgesagt haben.

Sollte sich ein kurzfristiges Zwischenhoch mit leichter Erholung bei 1.740 US-Dollar einstellen, könnte den Bullen eine nachhaltige Gegenbewegung gelingen. Auch bei dieser Denkschleife scheint der Konjunktiv Vater des Gedankens zu sein.

 

Fakt ist, die Nachfrage unter deutschen Privatanlegern nach Gold bleibt hoch. Anleger, die aufgeschreckt vom explodierenden Goldpreis sich noch vor einem halben Jahr sorgten, Gold nicht mehr bezahlen zu können und aus dieser Verunsicherung heraus nicht wussten, wann denn bloß der beste Zeitpunkt gekommen ist, in Gold zu investieren bzw. zu verkaufen, können ihre Anlagestrategie neu justieren.

 

Fazit:

 

Wer sein Geld am besten und sichersten zu Gold machen will - ob in Münzen-, Barrenform oder Schmuck - sollte dies losgelöst von jeglichen Prognosen tun. Wohl wissend, dass Gold seinen eigenen Kopf hat.

Denn eines ist sicher: Gold ist eine lange Erfolgsstory, die noch nicht zu Ende erzählt ist. Prognosen hin, Prognosen her!



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