22.02.2021

Von Gold und Bitcoin – Und warum Gold den Bitcoin nicht fürchten muss

Das Gerede, dass die Krypto-Währung Bitcoin das neue Gold sei, macht die Runde. Aber ist das wirklich so? Oder spricht die jahrtausendalte intrinsische Wertigkeit des Goldes nicht doch eine deutliche Sprache pro Gold?

 

Gold

 

Wer das erfolgreiche Gold-Jahr 2020 mit einem raketenähnlichen Goldpreis von über 2000 Dollar je Feinunze (31,103 Gramm) zum neuerlichen Maßstab in der Goldpreisentwicklung setzt, dem darf das Recht ruhig zugebilligt werden, den derzeit stagnierenden Goldpreis bei ca. 1900 Dollar mit „Underperformance“ zu erklären. Obwohl das derzeitige Umfeld für Edelmetalle mit einem schwachen Dollar und fallenden Realzinsen eher günstig erscheint, fehlen Gold und Co. derzeit die bullischen Eigenschaften.

 

Das hinter uns liegende 1. Gold-Jahr in Corona-Zeiten war für Goldbesitzer und Neuanleger gleichermaßen ein sehr aufregendes Jahr. Physisches Gold - ob in Münz- oder Barrenform – war in 2020 die Anlageform schlechthin. Der Goldpreis erlebte eine nie dagewesene Erfolgsrallye und zog auch sein Edelmetall-Pendent Silber mit an die Silber-Chartspitze. Gelingt Gold jetzt ein neuer Ausbruch, steigen die Chancen der Bullen. Die nächste Aufwärtsbewegung wäre in Sicht.

 

Bitcoin

 

Zur gleichen Zeit macht die Krypto-Währung „Bitcoin“ wieder von sich reden. Was der „digitalen „Mausklickwährung schon einmal im Dezember 2017 mit dem Erreichen der 20.000 US-Dollar-Marke gelang, wiederholt sich ausgerechnet im Pandemiejahr 2020. Noch kurz vor dem Jahreswechsel erreicht der Bitcoin gar die 30.000-Dollar-Marke. Sein Wert hatte sich nach 2-jähriger Rallye-Abstinenz innerhalb eines Jahres mehr als vervierfacht. Der Zustrom an Investoren erlebt eine Renaissance. Und der Höhenflug der Digital-Währung Bitcoin geht weiter. Ende Februar kratzt der Bitcoin gar an der 60.000 US-Dollar-Marke und ist mehr denn je dick im Geschäft.

 

Gold und Bitcoin – Eine ungleiche Konkurrenz

 

Die Überschneidungen der Gemeinsamkeiten von Gold und Bitcoin sind eher überschaubar. Außer, dass beide Kurse durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden, beides als Währung angesehen wird, auf die der Staat kein Zugriff hat, und dass sich sowohl Gold als auch Bitcoin nicht beliebig vermehren lässt, haben Gold und Bitcoin keine weiteren Ähnlichkeiten aufzuweisen. Und doch wird beides in Zusammenhang gebracht mit der Frage, was denn die bessere Krisenwährung sei. Gold oder Bitcoin?

 

Gold ist ein endlicher Rohstoff. Obwohl der Tauschwert des Goldes täglich schwankt, ist Gold seit über 5000 Jahren bewährtes Krisenmetall, welches weltweit Vertrauen genießt. Und das mit immerwährender Kaufkraft.

Aber auch Bitcoin sind selten und auch endlich. Im mathematischen Algorithmus der Software wurden endliche 21 Millionen Bitcoin festgelegt. Ohne Weiteres ein interessantes Wertaufbewahrungsmittel für Krisenzeiten. In der Funktion als Wertespeicher ein nicht zu unterschätzender Gold-Konkurrent. Aber, …

 

Fazit:

 

Das über Jahrtausende gewachsene Vertrauen in Gold kann die erst fünf Jahre andauernde Bitcoin-Ökonomie noch nicht vorweisen. Gold dürfte in jedem Fall vor einer kompletten Entwertung geschützt sein. Der Bitcoin hingegen kann durch andere Krypto-Währungen wie Ripple, Ethereum oder Litecoin abgelöst werden. Damit wären seine Tage gezählt. Die von Gold aber nicht!

 



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