25.03.2021

Gold – Die Liquiditätsreserve

Trotz oder gerade wegen Corona

Gold ist für viele Anleger ein Vertrauen erweckendes probates Mittel, um ein Vermögen zu diversifizieren. Der gewisse Schutz vor einer Inflation und die Versicherung gegen extrem geartete Risiken machen das beliebteste aller Edelmetall zu einem Stabilisator, der, egal, wie man es dreht und wendet, noch immer seines Gleichen sucht.

 

Auf Gold ausruhen schließt Wachsamkeit nicht aus

Gold erlebt in 2020 ein äußerst bewegtes Jahr. Corona katapultiert das gelbe Edelmetall im August über die 2.000 US-Dollar-Marke je Feinunze (31,103 Gramm). Ein gutes halbes Jahr später befindet sich Gold charttechnisch in einem ungewohnt kritischen Bereich. Minus 17% innerhalb von sechs Monaten, das ist kein Pappenstiel. Auch wenn der Goldpreis im ersten Märzdrittel ein wenig durchatmet, und 1 Unze Gold auf Basis der US-Future bei knapp über 1.700 US-Dollar (1.420 Euro) verweilt, lässt sich für das Edelmetall noch keine bestimmte Richtung prognostizieren. Kurze Erholungsphasen in denen Gold versucht, sich aus den Fängen der Bären zu befreien - bedingt durch eine Entspannung auf Seiten der Renditen der US-Staatsanleihen, sowie die Reaktion auf stark überverkauftes Gold - werden immer wieder von Rücksetzern konterkariert. Von einer Bodenbildung kann bei der derzeitigen Volatilität des Goldpreises keine Rede sein.

Was heißt das im Umkehrschluss für Anleger, die Gold als sicheren Hafen im Hinterkopf haben und ihr erarbeitetes Geld in diese für sie „sichere Währung“ als Liquiditätsreserve eintauschen wollen?

 

Erfahrene Goldanleger haben gelernt mit den Störfeuern aus der Politik und der Finanzwelt zu leben. Selbst untypische Gegenbewegungen, wie sie etwa in 2019 die Fachwelt überraschten, sind so einmalig nicht. Und daher auch nicht fremd.

 

Anders die Corona-Pandemie. Kein Regie-Buch und keine Blaupause konnten zur Hilfe genommen werden. Die Weltwirtschaft brach ein, Wachstum und Wohlstand sollten ab nun mit der Gelddruckpresse finanziert werden (s. weltweite Corona-Hilfspakete in Billionen US-Dollarhöhe). Eine Situation, die nicht nur Neuanleger verunsicherte. Aktuell befindet sich der Goldpreis auf Tuchfüllung mit dem charttechnischen Boden bei ca. 1.700 US-Dollar. Darunter geht es per Definition vom Bullen- in den Bärenbereich (Symbole für positive und negative Kursentwicklungen an der Börse. Der stolze Bulle und der duckende Bär).

Die Hoffnung auf einen Sieg über die Pandemie mit der Erfindung des Impfstoffes, sowie die aufhellenden Konjunkturperspektiven, mögen den Goldpreis in Schach halten. Für Anleger eine perfekte Zeit in Gold zu investieren.

 

Darum physisches Gold – Die „wahren Werte“

Noch immer ist Gold in echter, physischer Form als Schmuck, Münzen oder Barren eine gute Ergänzung und der Sicherheitsbaustein schlechthin fürs Depot.

 

Die Option Goldminenaktien – also die Investition in Goldminen – birgt gewaltige Nachteile. Anleger, die mittel- und langfristig denken und planen, haben durch die endliche Förderung von Gold bei derartigem Investment eher maue Zukunftsaussichten. Die Prognose wird sich zu hundert Prozent bewahrheiten.

 

Der aktuelle Goldpreis notiert 1.732,59 USD (1.464,56 EUR) Stand: 24.03.2021; 16:55 Uhr.



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