14.06.2017

Verschärfung des Geldwäschegesetzes - Obergrenze für anonyme Tafelgeschäfte sinkt

Verschärfung des Geldwäschegesetzes - Obergrenze für anonyme Tafelgeschäfte sinkt

Alles neu macht der Mai. Diese Lebensweisheit betrifft in diesem Jahr nicht nur die Natur, sondern auch Edelmetallinvestoren. Denn gemäß dem am 17. Mai 2017 vom Bundestag beschlossenen Gesetzesentwurf zur Anpassung des Geldwäschegesetzes sinkt im Juni die Obergrenze für anonyme Tafelgeschäfte.

Ursächlich für die Anpassung des deutschen Geldwäschegesetzes ist eine Vorgabe der 4. Geldwäscherichtlinie der Europäischen Union. Diese zielt darauf ab, zu verhindern, dass das Finanzsystem für die Geldwäsche und die Finanzierung des nationalen und internationalen Terrorismus verwendet wird. Mit Inkrafttreten des Gesetzes am 26. Juni 2017 erweitert sich unter anderem der Kreis, der Betroffenen, die unter das Geldwäschegesetz fallen. Neben Online-Glücksspielanbietern und Spielbanken sowie diversen anderen Güterhändlern betreffen die Änderungen selbstredend auch den Edelmetallhandel.

Während der anonyme Barkauf von Gold, Silber und anderen Edelmetallen bisher bis zu einer Obergrenze von 15.000 Euro möglich war, sind Edelmetallhändler ab dem 26. Juni bei Barzahlungen ab 10.000 Euro dazu verpflichtet, ihrer gesetzlichen Sorgfaltspflicht nachzukommen und die Identität des Käufers mittels Ausweis festzustellen. Zusätzlich wurden die Sanktionen für schwerwiegende Verstöße deutlich erhöht. Das maximale Bußgeld steigt ab Inkrafttreten von bisher 100.000 Euro auf bis zu 1 Million Euro. Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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