02.06.2021

Gold - Die richtige Perspektive wählen

Die Gold-Performance des ersten Corona-Jahres war fantastisch bis gigantisch. Der Preis pro Feinunze (31,103 Gramm) notierte 2020 auf Jahreshöchststand 2.063,01 USD (1.737,28 EUR). Dieses Plus von 25% auf US-Dollar-Basis respektive 14% auf Euro-Basis hat selbst die optimistischsten Analysten erstaunt. Experten prognostizierten schon vollmundig ein weiteres lukratives Gold-Jahr wie 2020.

Nach dem kleinen Abschwung zum Ende des 3. Quartals und einer heftigen Delle nach unten (1.777,80 USD) wurden die etwas „leichtsinnigen“ Prognosen für 2021 schnell wieder eingerollt und der tristen Realität angepasst. Zu auffällig waren die 20%, die der Goldpreis in der Spitze seit September verloren hatte.

 

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt

 

Doch plötzlich macht der Goldpreis wieder einen satten Sprung nach oben und landet Anfang Januar bei über 1.940 USD. Aber danach ging es dann doch langsam aber stetig abwärts mit dem gelben Edelmetall. Die selbstauferlegte Zurückhaltung der Expertenprognosen Ende 2020 sollte sich jetzt mit dem Tiefstand von Gold bei einer Notierung von 1.682 US-Dollar - wenn auch verspätet - als richtig herausstellen.

 

Obwohl Inflationsängste und Geldmenge in gleichem Maße ansteigen, verhält sich der Goldpreis im 1. Quartal 2021 unerwartet schüchtern und entgegen aller bekannten Regeln.

Wen wundert es da, dass viele verunsicherte Anleger die vorsichtige Frage in den Raum stellen, ob Gold nicht doch ein wenig seinen Nimbus als „sicherer Hafen“ verloren hat.

Die Antwort ist ein klares Nein. Denn die Erfahrung zeigt, dass Gold sich immer anbietet, um einem Portfolio ein stabiles Fundament zu geben und andere Rendite-Anlageformen - selbst die, mit weitaus weniger Berechenbarkeit - mitabzusichern. Gold in physischer Form - sei es in Barren, Münzen oder Schmuck - wird niemals seinen absichernden Charakter einbüßen.

 

Die andere Option, mit Zertifikaten und Gold-ETCs kurzfristig an der Entwicklung des Goldpreises teilhaben zu können, spricht selbstverständlich auch für Gold als gute Anlageform. Dennoch birgt die physische Anlageform eine größere Sicherheit, eingetauschtes Vermögen nicht nur kurz-, sondern auch langfristig zu erhalten. Wer sein Geld in Gold eintauscht, will größtmögliche Garantien, dass seine Anlage zukunftstauglich ist. Und genau dafür steht Gold. Am besten in physischer Form.

 

Erfahrene Anleger wissen genau, dass auch der Goldpreis immer mehr von neuen Einflüssen bestimmt wird. Aber wird dadurch Gold als Geldanlage weniger attraktiv? Auch diese Frage kann mit einem klaren Nein beantwortet werden.

Dass die Nachfrage nach Wertpapieren auf Gold im Vergleich zum Vorjahr nachgelassen hat, ist kein Grund Gold abzuschreiben. Denn im gleichen Zeitraum ist der Ansturm auf physisches Gold konstant gestiegen.

Auch wenn die Sorgen über mögliche Folgen der Corona-Pandemie nachgelassen haben, geht bei vielen Menschen die Inflationsangst um. Sie ist und bleibt der Motor für Anleger in Gold zu investieren. Von einem Nimbusverlust kann daher keine Rede sein. Auch nicht im Frühjahr 2021.

 

Der aktuelle Goldpreis notiert 1.896,89 USD (1.553,17 EUR). Stand: 02.06.2021; 08:19 Uhr.



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