21.06.2021

Krisenversicherung ohne Auszeiten

Nach Aussage der globalen Lobby-Organisation der Goldbergbauindustrie World Gold Council sind Edelmetalle die großen Gewinner des Anlagejahres 2020. Anleger, die ihr Produktportfolio ausweiten wollten, um langfristig davon zu profitieren, haben mit Gold und Silber auf das „richtige Pferd“ gesetzt. Während der Einbruch bei Gold-ETFs keiner Schönrederei standhält, hat physisches Gold in Form von Münzen und Barren im Jahresvergleich um 36% zugelegt. Noch stärker legte die Nachfrage der Verbraucher im Segment „Goldschmuck“ zu (52%). Und was macht der Goldpreis nach anfänglichen Schwierigkeiten im neuen Jahr?

 

Die Nachrichten für Anleger und mögliche Neuanleger könnten aktuell besser nicht sein. Der Preis für eine Feinunze Gold (31,103 Gramm) ist in US-Dollar und Euro Anfang Juni 2021 auf den höchsten Stand seit fünf Monaten geklettert. An der Börse in London notierte die Feinunze Gold 1.916,64 Dollar bzw. 1.566 Euro. Das überdurchschnittlich erfolgreiche Gold-Jahr 2020 könnte sich tatsächlich noch zu einer Blaupause für 2021 herausstellen. Der Anstieg der US-Inflation, die steigenden Zahlen der Inflation der Eurozone, sowie auch anderswo steigende Teuerungsraten, bereiten dem Goldpreis wieder einmal ein stabiles Fundament für einen neuerliche Ausbruch in höhere und sich stabilisierende Sphären.

Aber Gold wäre nicht Gold, wenn es nicht auch Rücksetzer zu verzeichnen gäbe. Erfahrener Anleger und Edelmetallexperten wissen genau, dass sie einfach untrennbar zu einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung des mystisch gelben Edelmetalls dazugehören. Zugegeben, sie sind nicht schön, und bringen so manchen Anleger auch ins Grübeln. Aber so schnell wie eine kleine Delle kommt, so schnell geht sie auch wieder. Kenner der Branche würden sagen: „typisch Gold.“ Die Erfahrung lehrt sie, dass fundamentale Trendwechsel anders aussehen und sich auch meist mit längerem Vorlauf ankündigen.

 

Ein Blick auf die Währungshüter kann so manche Sorgenfalten schnell wieder glätten. Zahlreiche Zentralbanken stocken derzeit ihre Goldreserven massiv auf. Japan verzeichnet ein Plus von 80 Tonnen, Ungarn ein Plus von 63 Tonnen, und Thailand ein Plus von knapp 44 Tonnen.

Ergo: Wenn Zentralbanken also ihre eigene systematische Geldentwertungspolitik mit kräftigen Goldzukäufen absichern, sollte das ein Fingerzeig für Goldanleger und -investoren sein. Denn mit der Vorlage kann das Eintauschen von Geld in Gold nicht falsch sein.

 

Die weitverbreitete Annahme, dass Gold „nur“ eine werterhaltende und keine gewinnbringende Anlageform darstellt, stimmt einfach nicht. Außerhalb der risikoreichen Spekulanten-Welt - Schnellschüsse können auch immer schnell nach hinten losgehen -bedarf es für eine seriöse Goldanlage langfristiges Denken. Der Blick in den zeitlichen Rückspiegel zeigt, dass Anleger mit physischem Gold und Silber - ob in Barren- oder Münzform - recht ansehnliche Renditen erzielt haben. Beispielsweise hat eine im Jahr 2000 getätigte Gold-Investition bis Ende 2018 dem Anleger mehr jährliche Rendite eingebracht, wie ein vergleichbares Aktieninvestment.

Auch wenn sich die Renditen allein an der Preisentwicklung bemessen, bleibt eine Investition in physisches Gold eine rundum richtige Entscheidung.

 

Der aktuelle Goldpreis notiert 1.819,20 USD (1.515,97 EUR). Wechselkurs: EUR/USD 1,2000

Stand: 17.06.2021; 07:30 Uhr.



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