17.08.2021

Verunsicherung an den Finanzmärkten stärkt den Goldpreis

Die Inflationspolitik der wichtigsten Zentralbanken gleicht einem vogelwilden Rumgezerre an einer offenen Wunde. Laufende Neuverschuldung, Steuergeld subventionierte Renten- und Krankenversicherungsbeiträge, sowie eine desaströse Geldmengenausweitung, machen die Kaufkraft derjenigen zunichte, die Leistung erbringen und Wohlstand erwirtschaften. Es ist längst kein zeitlich begrenztes Problem mehr, sondern eine reale Finanzgefahr, die kein Licht am Ende des Tunnels erahnen lässt.

 

Die Nachricht der Notenbankchefin Christine Lagarde, vom 22.07.2021, dass die EZB den Leitzins bei 0 Prozent belässt, wurde von Sparen und Anlegern fast schon mit achselzuckender Gleichgültigkeit aufgenommen. Auch der Einlagesatz von Banken, die ihr überschüssiges Geld bei der Notenbank parken, bleibt bei konstanten minus 0,5 Prozent. Die verrückte Zeit der Minus- und Strafzinsen geht also weiter. Ein für Sparer und Anleger zermürbendes Szenario. Aber was heißt das genau für die, die ihr hart erarbeitetes Geld für Krisenzeiten zurücklegen wollen und eine sichere Anlageform suchen?

 

An Gold führt kein Weg vorbei

 

Die seit über einem Jahrzehnt andauernde ultralockere Geldpolitik aller Zentralbanken hinterlässt tiefgreifende Spuren. Erfahrene Anleger, aber auch mehr und mehr junge Neueinsteiger, lassen sich nicht länger ein X für ein U vormachen. Sie entscheiden sich immer häufiger für Edelmetalle in physischer Form, wenn es um die Absicherung ihres Vermögens geht. - Sei es in Barren, Münzen oder Schmuck.

 

Dieses hohe Ansehen von Gold kommt nicht von ungefähr. Auch wenn die Schwankungsbreite des Goldkurses mitunter höchst volatil sein kann, hat Gold seine Beständigkeits-DNA immer wieder aufs Neue eindrucksvoll belegt. Und zwar meistens dann, wenn allen anderen marketingaufgepeppten Geldanlagen vor ihren hochpropagierten Zielen die Luft ausgeht. Exakt genau in den Zeiten, in denen Krisen und Katastrophen Rücklagen erfordern und der Dollar von der eigenen US-Notenbank unter Druck gesetzt wird, hält Gold sein Versprechen eine werterhaltende Geldanlage zu sein. Welche Anlageform kann das - ohne sich selbst zu schönen - von sich behaupten? Wohl kaum eine!

 

Aus dieser Tatsache heraus ergibt sich fast wie von selbst, dass an einer Goldanlage kein Weg vorbeiführt. Und das Faible für Edelmetalle - insbesondere für Gold und Silber - hat bei den Bundesbürgern eine lange Tradition.

 

Der jüngste Aufwärtstrend des Edelmetalls hat wieder eine kleine Delle aufzuweisen. Der aktuelle Goldpreis reicht nicht mehr ganz an die Marke von 1.800 USD pro Feinunze (31,103 Gramm) heran. Goldanleger wissen um die notwendige Ruhe, die es für zukünftige Erfolge braucht. Ein Blick auf die Deutsche Börse hilft. Denn ein guter Indikator pro Gold ist der verwahrte Goldschatz der Deutschen Börse. Er ist im ersten Halbjahr 2021 auf eine Rekordmenge von 233 Tonnen angewachsen. Das sind 15,1 Tonnen Gold mehr seit der Jahreswende.

 

Die Sorge vor einer weiter anziehenden Inflation macht Gold zu einer begehrenswerten Investmentform. Wohl wissend, dass die Sicherheit einer werterhaltenden Kapitalanlage in physisches Gold mehr wiegt, als schneller Profit, der immer auch mit größerem Risiko verbunden ist.

 

Der aktuelle Goldpreis notiert 1.736,17 USD (1.482,07 Euro) Stand: 11.08.2021



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