02.10.2021

In welche Edelmetalle lohnt es sich zu investieren?

Der Eintausch von Geld in physische Edelmetalle hat eine lange Historie. Seit Jahrhunderten stehen Edelmetalle für Reichtum, Macht und Werterhaltung.

Von den acht Edelmetallen Gold, Silber, Platin, Palladium, Ruthenium, Rhodium, Osmium und Iridium, haben sich allerdings nur die fünf Erstgenannten als interessante Anlagemetalle mehr oder weniger lukrativ durchgesetzt. Und trotzdem sind Gold, Silber und Platin noch immer die beliebtesten unter ihnen. Sie haben sich den Beinamen „sicherer Hafen“ redlich verdient. Keine andere Geldanlage kann auch nur im Entferntesten eine derart erfolgreiche Vita aufweisen.

 

Die Investition in physische Edelmetalle, mit dem Gedanken in die Zukunft zu investieren und sich abzusichern vor Inflation und Währungskatastrophen, geht durch alle Gesellschaftsschichten. Was vor 30, 40 oder 50 Jahren kaum für möglich gehalten wurde, dass die junge Generation bis 30 Jahre schon früh an Rente denkt, weil immer mehr Parameter zum Vorschein kommen, dass die Rente doch nicht sicher zu sein scheint - wie immer behauptet - ist im zweiten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends bittere Realität geworden. Katastrophen, Krisen, Inflation, Überschuldung und Vertrauensverlust ins Papiergeldsystem geben sich die Klinke in die Hand. Der Ideenreichtum gepushter Anlageformen neigt sich dem Ende zu. Aktien, Fonds, Sparkonten, Staatsanleihen - für mittel- und langfristig planende Anleger und Sparer haben alle genannten Anlageformen eher den Charakter von Auslaufmodellen. Was bleibt, ist eine Konstante: Die nachhaltige Investition in Edelmetalle.

 

Wer sich für eine Investitionen in physische Edelmetalle entschieden hat - sei es in Barren oder Münzen -, sollte die kleinen, aber feinen Unterschiede zwischen einer

Gold-, Silber- und Platinanlage kennen.

 

Investment in Gold

 

Gold ist immer eine Option. Wenn nicht sogar die Option überhaupt. Das gelbe Edelmetall ist das beständigste Wertaufbewahrungsmittel der Welt. Eine Kapitalanlage in Gold - ob in Münzen oder Barren - steht über allen anderen Anlageoptionen.

 

Investment in Silber

 

Silber wird von Privatanlegern in kleineren Stückelungen bevorzugt. Das in der Industrie stark nachgefragte Edelmetall ist höheren Kursschwankungen ausgesetzt als Gold, birgt dadurch aber auch zusätzliche Chancen. Anleger bevorzugen lieber Münzen statt Barren. Die begehrtesten Silbermünzen sind u.a. der „American Eagle“, der „Wiener Philharmoniker“ und mittlerweile auch der „silberne Krügerrand“.

 

Investment in Platin

 

Obwohl Platin noch wertvoller ist als Gold, sind Anlagen in Platin eher eine Seltenheit. Dennoch eignet sich Platin in physischer Form (sowohl Barren als auch Münzen) perfekt als sinnvolle Ergänzung eines Edelmetallportfolios. Die hohe wirtschaftliche Nachfrage erhöht zudem die Renditechancen.

 

Edelmetalle und die Steuer

 

Anlagegold, nach der EU-Richtlinie 98/80/EG1, ist grundsätzlich mehrwertsteuerbefreit. Altgold und historische Münzen unterliegen der Mehrwertsteuerpflicht von 19 Prozent.

 

Silber- und Platinanlagen sind mehrwertsteuerpflichtig. Ausnahme bilden Silbermünzen und -barren. Es gilt die sog. „Differenzbesteuerung“. Soll heißen: Nur der Differenzbetrag zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis ist umsatzsteuerpflichtig.

Bei allen Edelmetallanlagen die mindestens 1 Jahr gehalten werden sind Verkaufsgewinne steuerfrei. Darunter fällt auch Anlagegold und Altgold. In allen anderen Fällen ist der persönliche Steuersatz maßgebend, bei einer steuerlichen Freigrenze von 600 Euro/Jahr.



© 2021 valvero Sachwerte GmbH