14.10.2021

Wenn die Inflation bleibt - Goldanleger sollten auf der Hut sein

Die Hauptaufgabe von Notenbanken - auch das der Europäischen Zentralbank (EZB) - sollte eigentlich darin bestehen, für Preisstabilität zu sorgen. Soll heißen, die Inflationsrate im Euroraum möglichst unter der angestrebten 2 Prozent-Marke zu halten. Wird diese „rote Linie“ überschritten, ist normalerweise Reagieren angesagt. Zum Beispiel in Form von Zinsanhebung.

 

Geduldsfäden zum Zerreißen angespannt

 

Aber auf diese Zeichen warten die Verbraucher bislang vergebens. Stattdessen hört man von den obersten Währungshütern nur beschwichtigende Worte, bis hin zu der Haltung, dass man auch eine vorüberhegende Überschreitung der 2 Prozent-Marke, zwar mit wachsamen Augen, aber mit der Politik der ruhigen Hand, hinnehmen werde.

Ein Affront gegen alle, die unter der stetig steigenden Inflation leiden. Anlegern sollte daher der Kurs der „lockeren Geldpolitik“ schrill und alarmierend in den Ohren klingen. Sie werden mit einem unkontrollierten Risiko konfrontiert. Was ist, wenn die Inflation entgegen aller Statements erfahrener Währungshüter doch bleibt?

 

Niemand geht eine Wette auf die Zukunft ein

 

Wer wettet schon auf eine Abschwächung der Inflation, wenn die monatlichen Zahlen das genaue Gegenteil widerspiegeln. Man kann schon längst nicht mehr von einer „Sondersituation“ reden, wenn die Teuerungsrate der höchsten seit zehn Jahren entspricht und konstant die 2 Prozent-Marke übersteigt. Selbst wenn die Inflationsrate in der Eurozone mit 2,2 bis 3 Prozent im Gegensatz zur USA (5,4 Prozent) noch modert erscheinen mag, haben Anleger keinen Grund sorglos abzuwarten. Für sie heißt es handeln und der lockeren Geldpolitik keinen Glauben mehr zu schenken.

 

Viele Bürger haben längst begriffen, dass Edelmetallanlagen in Gold und Silber gegen Wertverluste absichern.

Laut einer Studie der globalen Lobby-Organisation der Goldbergbauindustrie „World Gold Council“, hat der Ankauf von Goldbarren und -münzen in Deutschland einen Höchststand der letzten 10 Jahre erreicht. Und das, obwohl erfahrene Goldanleger wissen, dass Gold keine Zinsen abwirft und Gewinne auch nur durch Kurssteigerungen möglich sind. Aber Gold hat das, was Währungshüter längst verspielt haben, Vertrauen. Gold ist weiterhin gefragt. Und das Vertrauen in Gold lässt sich auch erklären.

 

Wenn Sparbuch und Tagesgeldkonten mit Strafzinsen auf Geldeinlagen versehen werden und Sparern auf Laufbändern im TV mit zukünftigen Negativzinsen bereits ab 5.000 Euro gedroht wird, wer will es da Anlegern und Sparern verdenken, wenn sie auf andere Anlageformen wie etwa physische Edelmetalle setzen.

Interessierte und erfahrene Anleger wissen, dass die Bedingungen im deutschen Edelmetallhandel derzeit gut sind. Es ist genügend Ware vorhanden und auch die Aufschläge sind niedrig. Auch der aktuelle Goldpreis, der sich seit Wochen konstant um die 1.750 USD pro Feinunze (31,103 Gramm) plus minus bewegt, lädt zur Goldanlage ein.

Die Ängste an den Märkten und die steigende Verunsicherung in Zeiten beunruhigender Inflationszahlen haben dem Goldpreis dennoch nicht den erhofften Rückenwind gegeben. Und doch gibt es eine ganze Reihe von positiven Signalen, die das gelbe Edelmetall im Aufwind sehen. Anlagewillige sollten daher auf der Hut sein. Gold ist täglich für eine positive Überraschung gut. Ein neues Allzeithoch kommt schneller, als so mancher Anleger glaubt.

 

Der aktuelle Goldpreis notiert 1.792,21 USD

(1.549,15 EUR) Stand 13.10.2021

 

 



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