23.12.2021

Edelmetalle auf der Zielgeraden 2021

Wer glaubt, dass Corona maßgeblich auf die Edelmetallmärkte Einfluss genommen hat, der irrt. Mag sein, dass die weltweite Pandemie zu allem menschlich gemachten Übel noch erschwerend dazu gekommen ist. Aber das Weltfinanzsystem steht nicht wegen Corona am Abgrund, sondern wegen der unsoliden Konzepte der Rettungs- und Gelddruckpolitik der Zentralbanken. Sie alle haben sich Preisstabilität auf ihre Fahnen geschrieben. Ihr Tun ist ein anderes.

 

Der Kollaps des Papiergeldsystems zwingt Anleger und institutionelle Investoren förmlich in nicht vermehrbare Edelmetalle zu investieren. DIE Chance für Gold und Silber. Wobei der Silbermarkt merklich kleiner ist als der des Goldes. Selbst die lange vernachlässigten Metalle Platin und Palladium sind für Anlageneueinsteiger höchst attraktiv.

 

Schauen wir uns die Chart-Entwicklung der Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium mal genauer an. Wie hat sich ihr Preis entwickelt? Wo sind sie vor 5 Jahren gestartet, und wo stehen sie Ende des Jahres 2021?

 

Gold

 

Auch das erfolgreichste und mit Abstand beliebteste Edelmetall ist kein Selbstläufer. Und der oft beschworene automatische Inflationsschutz ist selbst bei Gold nicht in Stein gemeißelt.

In den Jahren 1983-1999 notierte Gold noch bei plus/minus 350 USD je Feinunze (31,103 Gramm). Der langsame Aufstieg von Gold begann mit der Einführung des Euro 2002. Die Goldpreisentwicklung zeigt in den letzten fünf Jahren - unterbrochen von kleinen Rücksetzern - nach oben. Als Kurstreiber werden die Finanzkrise und die Corona-Pandemie benannt. Mitte Dezember 2021 notiert Gold bei 1.788 USD (1.585 EUR). Nach einem sensationellen Augusthoch in 2020 von 2.040 USD rüstet sich Gold für ein erfolgreiches Jahr 2022. Der aktuelle Goldpreis notiert 1.787,02 USD.

 

Silber

 

Der Silberpreis wird nicht nur durch die industrielle Nachfrage bestimmt, auch Anleger sind maßgeblich an der Silberpreisentwicklung beteiligt. Anleger, die es eine Nummer kleiner angehen wollen, als in Gold zu investieren, sehen in Silber eine ebenso krisensichere Geldanlage. Vor exakt fünf Jahren notierte Silber im Jahresdurchschnitt 17,27 USD (15.63 EUR). Im Dezember 2021 steht der Silber-Spotpreis bei 22,53 USD (19.99 EUR).

 

Platin

 

Der Platinpreis wird durch die Nachfrage der Industrie bestimmt, weniger durch den Handel mit physischem Platin, wie Barren oder Münzen. Nur einmal (2008) schlug der Platinpreis den Goldpreis mit 2.200 USD/Feinunze. In den Folgejahren hatte Gold immer die Nase vorn.

Zwischen den Ausreißern nach unten (627,12 USD) und nach oben (1.163 USD) notiert Platin aktuell 938,82 USD (832,93 EUR).

 

Palladium

 

Ähnlich wie bei Platin wird der Palladiumpreis auf dem Weltmarkt durch technische Entwicklungen, bestimmte Fördermengen und durch Spekulationen bestimmt. Anleger, die in physisches Palladium investieren wollen, müssen mit einigen wenigen Münzen sowie Barren in den gängigen Gewichtsklassen von 1 Gramm bis 1000 Gramm vorliebnehmen. Der Palladium Preis hat sich in den letzten fünf Jahren stetig nach oben gearbeitet. Er kommt von 729,50 USD im Dezember 2016 und hat sich mit einmaligen Ausreißern nach oben und unten Mitte Dezember 2021 auf 1.813,50 USD (1.608,94 EUR) hochgearbeitet.

 

 

Fazit:

 

Gold bleibt das Standard-Investment. Während Silber weiterhin im Fokus der Anleger liegt, sind Platin und Palladium im langfristigen Vergleich sehr hoch bewertet.



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