13.01.2022

Bullig oder bärig? - Das ist hier die Frage

Zu jedem Jahreswechsel haben die Analysten das Wort. Das ist im Rohstoffhandel nicht anders als anderswo. Und immer geht es darum, ob sich die Bären oder die Bullen durchsetzen werden.

 

Zur Erklärung:

 

An der Börse steht der Bullenmarkt für steigende Kurse, und der Bärenmarkt für anhaltend sinkende Kurse.

 

Es geht also um weitaus mehr, als recht haben oder nicht recht haben. Es geht um Bares.

 

Nähme man sich die Zeit, die letztjährigen Analysen der Edelmetall-Experten auf ihre Richtigkeit zu überprüfen, fiele es Anlegern sicherlich leichter, sich für oder gegen eine bestimmte Edelmetallanlage zu entscheiden. Denn richtig wissen - wäre die Quintessenz des Rückblicks -weiß keiner etwas. Was könnten die Lehren sein?

 

Beim Rückblick auf das eher durchwachsene Edelmetall-Jahr 2021 sollten Anleger immer auch im Auge behalten, dass Gold eine mittel- bis langfristige Kapitalanlage ist. Im Gegensatz zu allen anderen und vermeintlichen Schnellschuss-Kapitalanlagen wie zum Beispiel die Kryptowährungen.

 

Spekulanten und Zocker sind bei Gold und Silber nicht zuhause. Sie bewegen sich eher auf dem Feld der erwähnten risikoreichen Kryptowährungen, als dass sie werterhaltende Aspekte im Sinn haben. Gleich zu Beginn des neuen Jahres mussten die Kurse von Anlageklassen wie Bitcoin und Ether leidlich feststellen, auf welch dünnem politischen respektive finanzpolitischen Eis ihre Währungen wandeln. Die angekündigte schnellere Anhebung der Zinsen der Fed und die unvorhersehbaren Unruhen in Kasachstan mit dem Ausfall des Internets haben den zwei erfolgreichsten Kryptowährungen schwer zugesetzt. Und zwar nicht nur bei den Kursen, sondern auch bei der Produktion. Innerhalb einer Woche verlor Bitcoin 8,8 Prozent und Ether 8 Prozent.

 

Die große Frage, die alle Experten, Marktkenner, Anleger und Investoren daher umtreibt ist naheliegend und schlüssig:

 

Welche Richtung schlägt der Goldpreis Anfang 2022 denn nun ein?

Der Rückblick auf das Jahr 2021 macht nicht unbedingt Hoffnung zu glauben, dass die nächste Gold-Rallye kurz vor ihrem Start steht. Ausgangslage für den Goldpreis 2022 ist sachlich, aber eher nüchtern. Denn nur den Währungseffekten sei Dank, dass der Goldpreis in Euro ein weit hinter den Erwartungen liegendes Jahr mit einem mageren Plus von 2,9 Prozent abgeschlossen hat. Auf US-Dollar Basis waren es in den letzten 52 Wochen 5 Prozent minus.

Analysten geben der Hoffnung Ausdruck, dass 2021 - obwohl mit einem idealtypischen Umfeld gesegnet - ein selten lehrreiches Jahr für Anleger und Investoren in die Anlagegeschichte des glänzenden Edelmetalls eingehen wird. Man wünscht sich sagen zu können, ein Übergangsjahr mit hoffnungsvollem Horizont.

 

Gold sichert Wohlstand. Gerade in Zeiten der lockeren Geldpolitik der Notenbanken macht es Sinn, sein Geld in Gold einzutauschen. Vor allem in physischer Form in Barren und Münzen ist Gold immer eine Vermögensbeimischung und Stütze anderer Anlagekomponenten eines Portfolios. In Krisenzeiten ist und bleibt es eine Stabilisierung der Wertentwicklung.

Die Chancen für ein gutes Gold-Jahr 2022 sind zweifelsohne gegeben. Auch wenn die Zinsen am Kapitalmarkt steigen sollten und die Inflation keine temporäre Eintagsfliege ist.

 

Der aktuelle Goldpreis notiert 1.817,16 USD (1.599,42 EUR) Stand: 12.01.2022; 11:23 Uhr.

 



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