10.02.2022

Gold poliert seinen Ruf als bester Inflationsschutz immer wieder neu auf

Obwohl die EZB und ihre Währungshüter dem Anschein nach doch ins Grübeln gekommen sind, lässt sie nicht wirklich erkennen, dass sie ihre eingeschlagene Zinspolitik zeitnah bereit wäre zu ändern. Ihre jüngste Entscheidung, den Leitzins bei null Prozent zu belassen, hat schon etwas von Ignoranz. Oder träfe das Wort Arroganz nicht doch besser den eigentlichen Kern der Beurteilung?

 

Wohl wissend, dass Ihre Entscheidung einmal mehr die Verbraucher im Supermarkt, beim Öffnen der Stromrechnung und an den Zapfsäulen hart, bisweilen sogar tief ins Mark trifft, hat die EZB wieder einmal ein inflationäres „BASTA“ an ihre EU-Mitbürgerinnen und -mitbürger gesendet. Und das bei einem Inflationshöchststand von 5,1 Prozent.

 

Die Inflationsraten schießen seit Monaten ungebremst durch die Decke. Und laut EZB-Präsidentin Christine Lagarde wird uns die Rekord-Inflation im Euroraum auch noch ein Weilchen begleiten. Ihr „Friedensangebot“ an alle Verbraucherinnen und Verbraucher lautet, dass die „ach so hartnäckige Inflation“ doch bald wieder an die gewohnte „2-Prozent-Marke rücken wird und eine Leitzinserhöhung im Jahresverlauf realistisch sei. Und dabei schaut die EZB auf die US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Diese hat eine baldige Zinserhöhung in drei Schritten signalisiert. Eine Reaktion auf die hohe Inflationsrate von zuletzt 7 Prozent.

 

Gold hat immer langen Atem bewiesen

 

So eine angekündigte Aktion lässt natürlich den Goldpreis aufhorchen. Und die weitverbreitete Meinung, keinem Bankberater mehr richtig vertrauen zu können, macht das gelbe Edelmetall einmal mehr zu dem, für dass es sich selbst erschaffen hat:

 

Der einzige, und uneingeschränkte „sichere Hafen“ zu sein, wenn es um Absicherung und finanzielles Vertrauen geht.

 

Auch wenn steigende Zinsen, Dividende und Aktienkurse dem Goldpreis Gegenwind bescheren, bleibt Gold als hochliquide Absicherung schlussendlich immer konstant.

Den Ruf hervorragender Inflationsschutz und beste Anlage für Krisen zu sein, hat Gold sich über Jahrzehnte erarbeitet. Sei es in der Ölkrise der 1970er Jahre, in der Asienkrise 1997-1998 oder in der weltweiten Finanzkrise (Stichworte Immobilienblase und Lehman Brothers) 2008. Auf Gold konnte man setzen. Auf Gold kann man setzen. Eine fast schon legendäre Eigenschaft, die auch von Goldskeptikern als gegeben anerkannt werden sollte.

 

Es geht nicht um Kursdellen, kleine Monatsverluste und ganz normale Auf und Abs. Selbst da kann sich Gold mit anderen Anlagen wie Aktien, Tagesgeldkonto und Fonds langsichtig selbstsicher messen und seine Vita stolz zeigen. Bei Gold geht es schlichtweg um Vertrauen. Vertrauen darin, dass eine Anlage in Gold auf lange Sicht Kurs hält.

Erfahrene Anleger haben ein ganz anderes Wertefenster als Spekulanten. Sie gehen dann auch mal mit, wenn der Goldpreis, wie in den Jahren 2011-2016 konstant fällt. Ihre Sicht auf die Dinge haben einen breiteren Horizont und verbuchen einen Goldpreisanstieg über 20 Jahre gesehen von 283,90 USD; 340,55 EUR (15.02.2002) auf 1.807,95 USD; 1.578,90 EUR. (5.2.2022). 640 Prozent Gewinn in USD; und immerhin noch 460 Prozent Steigerung in EUR.

Alle Werte beziehen sich auf 1 Unze = 31,103 Gramm.

 

Der aktuelle Goldpreis notiert 1.833,86 USD (1.604,54 Euro) Wechselkurs EUR / USD 1,1428.

Stand: 09.02.2022; 20:03 Uhr.

 

 



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