28.04.2022

Steigende Nachfrage nach Edelmetallen

Die weltweite Turbo-Inflation und der Krieg in der Ukraine mit seinen immer noch nicht absehbaren wirtschaftlichen, aber auch gesamt gesellschaftlichen Folgen, beschäftigt auch weiterhin den Edelmetallmarkt.

 

Die Nachfrage nach der Krisenwährung Gold und anderen Anlage-Edelmetallen, wie Silber, Platin und Palladium, hat sich im Vergleich zum Durchschnitt der ersten beiden Monate des Jahres, fast verdoppelt. Das bemerkenswerte daran ist, dass Anleger und Investoren, die sonst das Erzielen attraktiver Renditen in den Mittelpunkt ihrer Investitionsabsichten stellen, derzeit dem reinen Vermögensschutz eine hohe Priorität widmen.

Anleger, die sonst kein Gold im Depot haben oder nur sehr begrenzt auf physische Edelmetalle setzen, entscheiden sich immer mehr für einen 5 bis 10-prozentigen Edelmetallanteil ihres Portfolios. Die steigende Inflationsangst scheint das Umdenken der Investoren zu beeinflussen. Werterhalt vor Rendite.

 

Dass es auf der anderen Seite aber auch Großkunden gibt, die die derzeitig hohen Goldpreise nutzen und ihr Gold gewinnbringend verkaufen, verdeutlicht wieder einmal auf anschauliche Art und Weise die doppelte Funktion einer Edelmetallanlage. Der zeitlich richtige Einstieg in ein Gold-Investment ist genauso wenig vorhersehbar, wie der perfekte Zeitpunkt Gold abzustoßen, um möglichst hohe Gewinne einzustreichen. Darüber sollten sich Anlegerinnen und Anleger stets bewusst sein, wenn Sie sich für eine Edelmetallanlage entscheiden, aus welchen persönlichen Gründen auch immer.

 

Gold im April 2022 -

Werterhaltung, ja! Konstanz, nein!

 

Was der Gold-Sport Preis seinen Anlegerinnen und Anlegern - und solche die es werden wollen - bietet, ist die gewohnt „DNA-spezifische Volatilität“. Was sich noch vor einer Woche nach einem Durchstarten in höhere Gefilde abzuzeichnen schien - Gold notierte am 18. April 1.995,22 USD (1.843,95 EUR) und kratzte ungeduldig an der 2.000 US-Dollar-Marke mit Aussicht auf mehr, hat sich der Goldpreis binnen 1 Woche wieder abgekühlt und findet sich in den zuletzt gewohnten Gefilden um die 1.915 US-Dollar wieder. In Euro verliert Gold nicht ganz so viel (Stand 25.04.2022: 1784,26 EUR).

 

Weil sich die Preise von Edelmetallen oftmals anders entwickeln als die Kurse von Anleihen und Aktien, bieten sie eine perfekte Portfolio-Diversifikation. Durch die Verschiedenheit der Anlageprodukte verringert der Anleger das mögliche totale Ausfallrisiko. Die Erfahrung zeigt, dass Edelmetalle - speziell Gold - die einzigen Bausteine eines Portfolios sind, denen diese Fähigkeit gegeben sind.

Anleger sollten aber unbedingt einen Blick auf die Kapitalmärkte werfen. Ein schwacher Dollar und steigende reale Renditen sind die größten Gegenspieler des Goldpreises.

 

Viele Anleger, die jetzt in Gold einsteigen - ob in Münzen und/oder Barren -, setzen primär auf 1-Unzen-

Goldmünzen, wie den Krügerrand, die Maple Leaf und den Wiener Philharmoniker.

Im Segment Barren sind die 20-Gramm- und 50-Gramm-Barren sehr beliebt. Für den spontanen Gebrauch oder Verkauf werden auch oft kleine Stückelungen zwischen 0,5- und 20-Gramm gewünscht. Zu beachten ist, dass kleinere Einheiten oftmals überproportional teuer sind.

Auch die derzeit extrem hohe Nachfrage lässt die Aufgelder (prozentualer Preisaufschlag auf den aktuellen Edelmetallpreis) in die Höhe schnellen.

 

Tipp:

Wer kontinuierlich in Gold investiert sorgt für einen sinnvollen Vermögensaufbau.

 

Der aktuelle Goldpreis notiert 1.894,81 USD (1.785,55 EUR)

Wechselkurs EUR / USD: 1,0610

Stand: 27.04.2022, 11:32Uhr



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