31.05.2022

Das Zauberwort „Zinswende“

Die EZB hat es noch nicht getan, die Fed schon. Gemeint ist die Erhöhung der Leitzinsen aufgrund der immens gestiegenen weltweiten Inflation.

 

Dass die US-Notenbank Fed auf die hohe und fast stagnierende Inflation (Stagflation) reagiert hat und den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte erhöht - die Anhebung ist die zweite seit Ausbruch der Corona-Pandemie und gleichzeitig die stärkste seit 22 Jahren -, lässt viele Menschen hoffen, dass die EZB möglichst zeitnah nachlegt, damit auch ihr Geld im Euro-Raum wieder mehr wertgeschätzt wird. Für viele Menschen - außer Kreditnehmer - birgt diese Nachricht Hoffnung auf finanziell bessere Zeiten. Aber ist das wirklich so?

 

Billiges Geld wird teurer

 

Wenn Leitzinsen erhöht werden, steigen auch die Kapitalmarktzinsen. Das bewirkt zudem eine Stärkung der eigenen Währung im Vergleich zu ausländischen Währungen. Während sich aber die Zinsen für Hypothekenkredite und Zinsen fürs beispielsweise Bauen - 1,6 Prozent für Darlehen über 10 Jahre - erhöhen, gucken Sparer in die Röhre. Denn wer sein Erspartes auf dem Sparbuch hat oder auf dem Festgeld- oder Tagesgeldkonto parkt, wird die Zinserhöhung vergeblich auf seinem Kontoauszug suchen. Festgeldzinsen treten weiterhin auf der Stelle.

 

Gold - Mehr als eine Alternative zum Geld

 

Für Anleger und Sparer, die etwas auf der sog. „hohen Kante“ haben, sollte dies ein Grund mehr sein auf werterhaltende Anlagen zu setzen. Anlagen, die nicht mit dem Erspartem spielen, sondern seriös mit ihm umgehen. Was bietet sich da mehr an, als Gold? Der ewige sichere Hafen und hoch geschätzte Vermögensspeicher.

 

Ein Portfolio mit Gold zu bestücken - sei es mit Barren und/oder Münzen - ist immer angesagt. Egal, in welche Richtung sich der Goldpreis gerade bewegt. Schaut man sich den Goldpreis an, so dreht sich der Wind gerade von Gegen- auf Rückenwind. Fachlich ausgedrückt befindet sich der Goldpreis in einem Bullenmarkt (bullisch = anhaltend steigende Börsenkurse). Wenn man aber bedenkt, was alles in der Welt gerade passiert (anhaltende Inflation, Ukraine-Krieg, Öl-Embargo, Gassanktionen u.v.m -, müsste Gold noch viel besser dastehen, so die einhellige Meinung von Goldbefürwortern und Edelmetallexperten. Aber sie alle haben auch schon einen Schuldigen ausgemacht, den US-Dollar. Seit der US-Dollar sich wieder mit breiterer Brust präsentiert, wird der aktuelle Bullenmarkt von ihm gedämpft. Ein starker Dollar trifft aber nicht nur den Goldpreis. Auch die Schuldner außerhalb der USA sehen ihr Schuldenkonto

(13 Billionen Dollar im 3. Quartal 2021) durch einen aufgewerteten Dollar steigen.

 

Anleger haben in unsicheren Zeiten das gute Recht unsicher zu sein. Auch eine Investition in Gold schließt ein Verlustrisiko nicht gleich pauschal aus. In jedem Falle senkt es aber das Gesamtrisiko eines Portfolios. Während Anleger bei ETCS, Goldfonds und Goldzertifikaten eine gesunde Zurückhaltung an den Tag legen sollten, kann der Betrag, der auf einmal in physisches Gold eingetauscht wird, ruhig größer sein.

 

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Der aktuelle Goldpreis notiert 1.857,96 USD (1.723,92 EUR) Wechselkurs EUR / USD: 1,0778

Stand: 30.05.2022, 17:04 Uhr.



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