18.08.2022

Die Stärke von Gold in unsicheren Zeiten

Die äußerst unerfreuliche Entwicklung von Geld, Güter und Energie stellen die Wirtschafts-, Finanzen- und Anlagewelten völlig auf den Kopf. Was gerade noch galt, ist gleich schon überholt. Preise in allen Sparten sind zu einer unkalkulierbaren Größe geworden. Für Unternehmen und Anleger haben diese Zeiten etwas Unwirkliches an sich. Existenzen stehen auf dem Spiel. Gerade die kleinen und Kleinstanleger fürchten um ihr erarbeitetes Geld. Anlagesicherheit und berechenbare Garantien sind der totalen Unsicherheit gewichen.

 

Wenn es um die Rentabilität einer Geldanlage geht,

fühlten sich Aktien-, Fonds- und Staatsanleihebefürworter immer gleich angesprochen und wussten schon immer nach wenigen Minuten Taschenrechnerbemühen, wie viel Rendite der Anleger in kürzester Zeit sein Eigen nennen kann. Sie sprachen das Thema Gold oder Goldanlagen selten bis gar nicht erst an. Denn Gold - so ihre Überzeugung - bringt ja bekanntlich keine Rendite, keine Zinsen, keine laufenden Erträge. Und überhaupt, wer hat schon Interesse daran, sein Geld in irgendwelche Rohstoffe zu tauschen, wo die Rohstoffpreise unberechenbar und äußerst volatil sind? Fest stünde, so ihr Fazit, dass mit Aktien auf lange Sicht weitaus mehr zu holen sei als mit physischem Gold wie Barren und/ oder Münzen.

 

Da es immer auch unterschiedliche Meinungen und auch anders erlebte Erfahrungen gibt, ist eine seriöse und unvoreingenommene Beurteilung bei der Gegenüberstellung von unterschiedlichen Anlageformen ratsam. Was ist richtig, was falsch? Die Beantwortung bedarf keiner komplizierten Überlegungen. Es gibt in der Anlagewelt weder richtig, noch falsch. Aber eins lässt sich nicht leugnen, Gold besteht die Anforderungen einer soliden Geldanlage schon mehrere tausend Jahre. Die Geburtsstunde der Aktie notiert den 20.März 1602.

Nun wäre es vermessen, die Wertigkeit einer Geldanlage an ihrem Alter festzumachen. Aber wenn Werthaltung und Erfolg den Weg von Gold seit Generationen pflastern, muss man genau diese goldspezifische DNA auch benennen dürfen. Sie sind bei aller Volatilität eine fest Konstante.

 

Zugegeben, Gold wird gerade von einem schwierigen Umfeld bedrängt. Seit Jahresbeginn hat das gelbe Edelmetall rund 6 Prozent Abwärtsbewegung hinter sich. Die angehobenen Zinssätze der Fed und der steigende US-Dollar setzen dem Goldpreis mächtig zu. Nicht nur Gold ist im Preis gesunken, sondern auch andere Rohstoffe wie Holz, Kupfer, Stahl und Weizen. Die Gründe dafür sind weitläufig und werden maßgeblich durch die Problemfelder COVID-19, Rezessionsängste sowie den Ukraine-Konflikt befeuert. Aber es liegt auch wieder Optimismus in der Luft. Eine vorsichtig prognostizierte steigende Nachfrage lässt die Rohstoffpreise wieder anziehen. Goldanleger wissen daher genau, warum sie ihr Gold in schwierigen Zeiten halten.

 

Die Maßeinheit für Edelmetalle ist die Feinunze. Eine Unze entspricht 31,103 Gramm. Der Preis für eine Unze Gold richtet sich nach Angebot und Nachfrage. Der Kurs sinkt, wenn das Kaufinteresse der Anleger und Investoren in Gold nachlässt, und umgekehrt. Zudem kommen noch andere Faktoren wie Inflation, politische und wirtschaftliche Ereignisse, Stichwort Handelskriege hinzu.

 

Der aktuelle Goldpreis notiert 1.766,75 USD (1.738,67 EUR) Der Wechselkurs EUR / USD: 1,0161;

Stand 17.08.2022, 15:39 Uhr.

 



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