24.08.2022

Gold - Die Portfoliogarantie

Gold hat sein schwächstes Quartal seit anderthalb Jahren hinter sich. Steigende Kapitalmarktzinsen und ein kräftig anziehender Dollar lassen den Goldpreis ein wenig unattraktiv und glanzlos dastehen. Seine sonst so strahlende Rolle als Krisenwährung - Stichworte „sicherer Hafen“ und „Inflationsschutz“ - tritt bei Anlegern und Investoren ein stückweit in den Hintergrund.

In Zeiten großer Reallohnverluste, hoher Energiepreise und drohender Gasknappheit muss Gold sich ganz schön ins Zeug legen, wenn es beim Anleger wie gewohnt an erster Stelle mannigfaltiger Anlageformen stehen will. Die Zeichen für eine Kapitalanlage in Gold stehen aber gar nicht so schlecht, will man namhaften Ökonomen und Edelmetallexperten in diesen eher wirren Zeiten Glauben schenken. Was genau ist ihr Argument pro Gold-Anlage?

 

Gold gehört IMMER ins Portfolio

 

Fakt ist, die passende Lösung für eine Geldanlage ist immer individuell ausgerichtet. Der eine weiß sein Geld gut angelegt in Aktien, der andere schwört auf Fonds, der Dritte setzt auf Edelmetalle. Und immer kommt es auf die individuell richtige Anlagestruktur und -möglichkeiten an.

 

Die Welt verändert sich im Sekundentakt. Das Telefon ist zum Smartphone geschrumpft, der Straßenatlas heißt mittlerweile Navi, Zinsen werden sogar mit einem Minuszeichen bedacht und der Wechselkurs EUR / USD notiert unter 1,0000. Alles Zeichen für eine sich weiterentwickelnde Welt.

 

Auch das Geschehen an den Finanzmärkten verläuft nicht mehr in den alten und gewohnten Bahnen und auch nicht nach den Gesetzen der Logik. Gerade im Finanz- und Anlagesegment ist was gestern noch galt, heut` schon alt.

Im Anlagesegment ist eine Tatsache unverrückbar geblieben. Nämlich, dass Gold mit seiner negativen Korrelation zu fast allen zinstragenden Anlageklassen wie Anleihen, Immobilien oder Aktien in jedem Vermögensportfolio alternativlos und somit unverzichtbar ist. Die Beimischung von Gold zu einem Anlage-Mix senkt das Gesamtrisiko der Geldanlage.

 

Wenn Gold, dann physisch!

 

Es gibt viele Edelmetallprodukte die ein Portfolio sicherer machen. Neben Edelmetall-Derivate und Aktien von Unternehmen mit Edelmetallbezug - die sog. nicht-physische Form, wie beispielsweise Futures, Fonds, Zertifikate und Optionen - bietet eine Goldanlage in physischer Form in Barren und/oder Münzen und/ oder Schmuck die weitaus risikoärmere Anlagevariante. Dafür gibt es auf physisches Gold weder Zinsen noch eine Dividende.

Der Vorteil von physischen Edelmetallen liegt jedoch klar auf der Hand. Der Anleger kann den Gegenwert seiner Geldeinlage mit den Händen förmlich greifen, berühren. Dieses positive Gefühl einen bleibenden Wert im Eigentum und Besitz zu haben, birgt für viele Anleger eine nicht ganz unwesentliche Komponente bei der Planung und Festlegung der Anlageform. Die Käufe von Goldbarren und -münzen zur Kapitalanlage sind in Deutschland von der Mehrwertsteuer befreit. Ab einer Haltedauer von einem Jahr sind auch Veräußerungsgewinne steuerfrei. Andernfalls tritt die Einkommensteuer in Kraft.

 

Fazit:

 

Physisches Gold ist mittel- bis langfristig ein wichtiger Depotbaustein. Experten raten zu einem 5-10 Prozent Goldanteil in einem Portfolio. Das dem Gold anhängige Risikomaß „Volatilität“ ist in der Vergangenheit bei rund 20 Prozent Goldanteil am geringsten ausgefallen. Ein Vertrauen bildender Wert pro Gold für alle Neueinsteiger.

 

Der aktuelle Goldpreis notiert 1.746,11 USD (1.754,04 EUR) Der Wechselkurs EUR / USD: 0,9954;

Stand 24.08.2022, 09:47 Uhr.

 

 



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