02.08.2017

Bad heißt nicht böse, schlecht reicht

"Bad heißt nicht böse, schlecht reicht"

- Das Auto ist der Deutschen liebstes Kind -

Mal ganz abgesehen davon, dass der markante und dennoch verstaubte Satz aus den 1950er Jahren zumindest bei der heranwachsenden Generation so out ist, wie Kofferradios und Telefonzellen, ist das Auto immer noch DAS Fortbewegungsmittel No1 neben dem, zugegebenermaßen etwas luxusärmeren Fahrrad. Die Jahresbilanz 2016 weist 3,4 Millionen neu zugelassene PKW aus. Das sind 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Deutschland baut weltweit die besten Autos und erwirtschaftet damit Handelsüberschüsse die paradoxerweise nicht überall gut ankommen. Als Vorreiter sämtlicher "Wir-sind-dagegen-Kampagnen" macht der "Wirtschaftsexperte" und gleichzeitig amtierende US-Präsident Trump ein Fass auf. Und wie könnte es anders sein, wieder einmal ohne geistigen Boden.

Er ist schlichtweg sauer darüber, dass seine Landsleute BMW und Mercedes fahren und wir hier in Deutschland von Ami-Schlitten nichts wissen wollen. Auf die Idee zu kommen, dass Exportüberschüsse auch etwas mit Qualität zu tun haben könnten, darauf scheint der selbsternannte Wirtschaftsstratege nicht zu kommen. Fiele er doch auch in diesem Vergleichssegment konkurrenzlos durch.

Aber vielleicht ist es auch gar nicht so schlecht, dass er so tickt, wie er tickt und uns deutsche Exportweltmeister als "bad" tituliert. Denn sein aggressives Auftreten - sei es bei der Einweihung des Europaparlaments in Brüssel oder beim G-20 Gipfel in Hamburg - stärkt den Edelmetallmarkt und seine Anleger. Gold und Silber unterliegen seriösen Erkenntnissen, nicht der Unwissenheit eines einzelnen "Idioten". Auch wenn der sich noch so viele Privilegien erpöbelt und erhetzt hat. Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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