22.08.2017

Die Rüstungsindustrie als Goldgrube

Die Rüstungsindustrie als Goldgrube 

Ob London, Madrid, New York, Paris, Brüssel, Manchester, Stockholm, Istanbul, Berlin oder wie gerade geschehen, Barcelona. Alle Städte eint die Trauer, in jüngster Vergangenheit Anschlagsziel von islamistisch motivierten Terroristen geworden zu sein. Die in vielen Terrorgruppierungen und -zellen agierenden Terroristen geben als ideologische Grundlage ihres Wahnsinns die vorgebliche Rückbesinnung auf die traditionellen islamischen Werte ihres Propheten Muhammad an. Das Ziel dieser geistigen Irrlichter ist es, pro-westliche Regime - aber auch islamische Staaten ihres eigenen Kulturkreises - mit grenzenloser Gewalt zu destabilisieren um sie nach und nach durch einen fundamentalistischen Gottesstaat zu ersetzen. 

Und dem Rest der Welt fällt im Kampf gegen den Terror und die Dschihadisten nichts Besseres ein als die Rüstungsindustrie mit Aufträgen zuzuschütten. Kampfflugzeuge, Raketen und Bomben sind der absolute Renner. Und das Ziel dieser ebenfalls hirnlosen Entscheidungsträger lässt sich jeden Tag an den Börsen dieser Welt wunderbar ablesen. Die Aktienkurse bekannter Rüstungs- und Technologiegiganten legen bis zu zehn Prozent zu. Es mag zynisch klingen - vor allen im Gedenken an alle Terroropfer weltweit - aber ist es nicht doch auch so dass einigen Menschen in den USA der islamistische Terror wirtschaftlich gar nicht so ungelegen kommt? "Die Kriege im Irak Syrien und in Afghanistan erweisen sich als wahre "Goldgruben" hört man die Bosse der Rüstungsindustrie unisono schwärmen.

Es forciert Unbehagen, wenn Gold einerseits als Kapitalanlage mit den Attributen "zukunftsgerichtet", "sicher" und "gut" besetzt wird, und zwei Terroranschläge später für einen perfiden Gewinn herhalten muss. Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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